Der Tag, an dem die Männer Nein sagten

Der Tag, an dem die Männer Nein sagten

Paperback
4.02
FrauenSchweizer GeschichteFrauenstimmrecht1950Er-Jahre

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Beschreibung

Am nasskalten Sonntag, 1. Februar 1959 begeben sich die Schweizer Männer an die Urnen. Es geht um das Frauenstimmrecht. Aber was ist mit den Frauen in der Schweiz, die nicht wählen dürfen? Vreni, eine tüchtige Freiburger Bäuerin mit erwachsenen Kindern, hat ihre Träume längst aufgegeben. Ihre Tochter Margrit scheint als Büroangestellte in der Stadt ihr Glück gefunden zu haben, wird aber plötzlich mit einer schwierigen Situation konfrontiert. Esther, eine Jenische, die als Kind ihrer Familie entrissen wurde, arbeitet als Putzfrau im Frauenspital und kämpft um ihren Sohn, den man ihr weggenommen hat. Beatrice hat als Spitalverwalterin Karriere gemacht und sich mit Leib und Seele für die Ja-Kampagne des Frauenstimmrechts engagiert; sie befürchtet ein Nein. Wir bekommen einen spannenden, berührenden Einblick in das Schicksal von vier Frauen, die sich nach einem besseren Leben sehnen und dafür kämpfen; ein 10-jähriger Verdingbub bringt sie an diesem Abstimmungssonntag überraschend miteinander in Verbindung.

Buchinformationen

Haupt-Genre
N/A
Sub-Genre
N/A
Format
Paperback
Seitenzahl
128
Preis
13.30 €

Autorenbeschreibung

In Dublin geboren, die Schriftstellerin und Journalistin Clare O'Dea wohnt seit 2003 in der Schweiz. Sie ist Autorin von zwei Sachbüchern und einem Roman.

Beiträge

1
Alle
4

Eine gute und wichtige Geschichte, die sowohl etwas traurig als auch herzerwärmend ist.

Clare O'Dea hat hier ein Stück schweizer Geschichte zu Papier gebracht, das sonst kaum Beachtung findet. Es ist Abstimmungstag 1959 über das Frauenstimmrecht in der Schweiz. Wir begleiten Vreni, Margrit, Esther und Beatrice an diesem Tag. Alle kommen aus unterschiedlichen sozialen Schichten und haben ein anderes Alter. Doch etwas verbindet sie; sie sind alle gespannt auf das Ergebnis. Die Leben sind auch sonst noch verknüpft, das wäre aber hier vorgegriffen. O'Dea hat hier eine sehr empathische Geschichte über einen Tag im Februar 1959 geschrieben, auf den die Schweiz nicht stolz sein kann. Es sollte erst 12 Jahre später den Frauen erlaubt sein in der Schweiz zum politischen Körper dazuzugehören. Gut recherchiert, O'Dea ist auch eine gute Journalistin, und sehr intim beschreibt sie die Gefühlslage der vier Frauen an diesem Tag vor und nach dem Ergebnis. Ein Stern Abzug, da ich mich zuerst etwas an den Stil gewöhnen musste, und ich teilweise gerne etwas mehr über die Charaktere erfahren hätte. Dennoch eine sehr überzeugende und nachdenklich machende Geschichte.

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