Der Schrein der Könige
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Beschreibung
Ein unschätzbar wertvoller Schatz und ein Kunstwerk, wie es die Welt noch nicht gesehen hat
Nach der Eroberung Mailands gelingt Reinald von Dassel, dem mächtigen Erzbischof von Köln, ein Coup: Er spürt die Gebeine der Heiligen Drei Könige auf und überzeugt Kaiser Barbarossa, dass er diese in sein Erzbistum mitnehmen darf. Jahre später ist Köln überlaufen von Pilgern, die sich von den Reliquien Heilung versprechen. Noch liegen die Gebeine in einer unscheinbaren Kiste. Doch längst ist den Mächtigen der herausragende Ruf des Verduner Goldschmieds Nicolaus zu Ohren gekommen. Er soll einen Schrein schaffen, der den wertvollen Reliquien und der Stadt, in der sie aufbewahrt werden, alle Ehre macht. Die Kölner Goldschmiede sind jedoch alles andere als begeistert, dass ein Fremder ihnen den lukrativen Auftrag vor der Nase wegschnappt ...
Atmosphärisch, sinnlich, farbenfroh - ein großer Historischer Roman über die Erschaffung des weltberühmten Dreikönigenschreins im 12. Jahrhundert
Über die Macht der Kunst, die Kraft der Familie und die Suche nach Frieden in einer Welt voller Umbrüche
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Sabine Weiß, Jahrgang 1968, arbeitete nach ihrem Germanistik- und Geschichtsstudium zunächst als Journalistin. Seit 2007 veröffentlicht sie erfolgreich Historische Romane, seit 2016 zusätzlich Krimis. Wenn sie nicht auf Recherchereise für ihre Bücher ist, lebt die Autorin mit ihrem Mann und ihrem Sohn bei Hamburg. In DER SCHREIN DER KÖNIGE widmet sie sich einem beeindruckenden Artefakt mittelalterlicher Goldschmiedekunst.
Beiträge
Wart ihr schon im Kölner Dom und habt euch den Dreikönigsschrein angesehen? Nach diesem Roman hab ich darauf auf jeden Fall sehr viel Lust. Im neuen historischen Roman "Der Schrein der Könige" von Sabine Weiß geht es um die Entstehung des Dreikönigsschreines im Kölner Dom. Es war eine tolle Reise ins mittelalterliche Köln mit vielen Informationen zur Stadt und seinen Heiligen sowie der Goldschmiedekunst. Wahrheit und Fiktion wurde wunderbar miteinander verwoben. Neben vielen Charakteren zum gern haben, gab es aber auch eine Person zum leidenschaftlichen Verabscheuen. Das hatte ich in dieser Intensität schon lange nicht mehr und es mag etwas komisch klingen, aber gerade das hat das Lesen dieses Romanes zu etwas Besonderem gemacht.

"Der Schrein der Könige" vereint akribische Recherche mit einer lebendigen und zugänglichen Erzählweise, die den Leser unmittelbar in die mittelalterliche Epoche entführt. Die Autorin schafft es, das mittelalterliche Köln mit all seinen sensorischen Eindrücken und sozialen Dynamiken plastisch darzustellen. Die Schauplätze wirken dabei nicht als bloße Kulissen, sondern als lebendige, vielschichtige und faszinierende Lebensräume. Sabine Weiss ist für ihre gründliche Recherche bekannt, was sich im Werk widerspiegelt. Dennoch überfrachtet sie den Text nicht mit Fakten. Stattdessen integrieren sich historische Details elegant in die Handlung, wodurch ein informatives Leseerlebnis ohne didaktischen Charakter entsteht. Die Kombination aus Intrigen, Machtspielen und persönlichem Risiko gewährleistet eine durchgängig hohe Spannungsdichte. "Der Schrein der Könige" präsentiert sich als sorgfältig komponierter, atmosphärisch dichter historischer Roman, der Liebhaber des Genres begeistern dürfte. Sabine Weiss verbindet hier historische Authentizität mit einem packenden Plot. Wenngleich kleinere Längen und gelegentlich eindimensionale Antagonisten den ganz großen Wurf verhindern, bleibt insgesamt ein fesselndes und fundiert recherchiertes Leseerlebnis.
Nicolaus von Verdun und der Dreikönigenschrein Der Schrein der Heiligen Drei Könige, wohl eines der bekanntesten Reliquiare der Welt. Gold, Silber, Edelsteine, prunkvoll steht es im Mittelpunkt des Kölner Dom, der Kathedrale, die extra für den Schrein errichtet wurde. Diesem Kunstwerk widmet sich Sabine Weiss in ihrem neuesten historischen Roman. Das Cover stellt den Schrein vor dunkelrotem Hintergrund gold schimmernd in den Vordergrund. Im Jahr 1164 überführte der Erzbischof Rainald von Dassel die Gebeine der Heiligen Drei Könige aus dem eroberten Mailand nach Köln. Der Goldschmied Nicolaus von Verdun, dem historisch Teile des Schreins zugeordnet werden, wird nach Köln berufen, um den Schrein zu bauen. Damit kommen wir zum Fokus des Romans, der Goldschmied und seine Familie. Da es hier keine historischen Belege gibt, ist die Geschichte rund um Nicolaus komplett fiktiv. Familiäre Angelegenheiten, die Schwierigkeiten mit den in Köln ansässigen Goldschmieden, kirchliche und weltliche Herrscher, die bei der Gestaltung des Schreins eigene Vorstellungen haben, all dies bestimmt einen großen Teil des Romans. Die Atmosphäre in Köln, das alltägliche Leben mit all seinen Gepflogenheiten und Regeln ist sehr authentisch dargestellt. Die Handwerkskunst der Goldschmiede wird dem Leser nahe gebracht. Was mir fehlt, ist eine deutlichere Einbettung in die damaligen historischen Ereignisse. Das kommt etwas zu kurz, auch wenn der Fokus offensichtlich auf der Familie liegt, habe ich mir da mehr erhofft. Der Roman selbst ist unterhaltsam, der Schreibstil flüssig und bildhaft. Zu den Charakteren baut man sehr schnell eine Verbindung auf. Man hofft, bangt, leidet und freut sich mit den Figuren. Manches ist etwas überzogen, so dass man denkt, das hätte es jetzt nicht gebraucht, aber es bleibt im Rahmen. Ein Personenverzeichnis und Anmerkungen zum historischen Hintergrund vervollständigen die Lektüre. Insgesamt ein unterhaltsamer Roman, dem etwas mehr Historie und dafür weniger Familie gut getan hätten.
Beschreibung
Ein unschätzbar wertvoller Schatz und ein Kunstwerk, wie es die Welt noch nicht gesehen hat
Nach der Eroberung Mailands gelingt Reinald von Dassel, dem mächtigen Erzbischof von Köln, ein Coup: Er spürt die Gebeine der Heiligen Drei Könige auf und überzeugt Kaiser Barbarossa, dass er diese in sein Erzbistum mitnehmen darf. Jahre später ist Köln überlaufen von Pilgern, die sich von den Reliquien Heilung versprechen. Noch liegen die Gebeine in einer unscheinbaren Kiste. Doch längst ist den Mächtigen der herausragende Ruf des Verduner Goldschmieds Nicolaus zu Ohren gekommen. Er soll einen Schrein schaffen, der den wertvollen Reliquien und der Stadt, in der sie aufbewahrt werden, alle Ehre macht. Die Kölner Goldschmiede sind jedoch alles andere als begeistert, dass ein Fremder ihnen den lukrativen Auftrag vor der Nase wegschnappt ...
Atmosphärisch, sinnlich, farbenfroh - ein großer Historischer Roman über die Erschaffung des weltberühmten Dreikönigenschreins im 12. Jahrhundert
Über die Macht der Kunst, die Kraft der Familie und die Suche nach Frieden in einer Welt voller Umbrüche
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Sabine Weiß, Jahrgang 1968, arbeitete nach ihrem Germanistik- und Geschichtsstudium zunächst als Journalistin. Seit 2007 veröffentlicht sie erfolgreich Historische Romane, seit 2016 zusätzlich Krimis. Wenn sie nicht auf Recherchereise für ihre Bücher ist, lebt die Autorin mit ihrem Mann und ihrem Sohn bei Hamburg. In DER SCHREIN DER KÖNIGE widmet sie sich einem beeindruckenden Artefakt mittelalterlicher Goldschmiedekunst.
Beiträge
Wart ihr schon im Kölner Dom und habt euch den Dreikönigsschrein angesehen? Nach diesem Roman hab ich darauf auf jeden Fall sehr viel Lust. Im neuen historischen Roman "Der Schrein der Könige" von Sabine Weiß geht es um die Entstehung des Dreikönigsschreines im Kölner Dom. Es war eine tolle Reise ins mittelalterliche Köln mit vielen Informationen zur Stadt und seinen Heiligen sowie der Goldschmiedekunst. Wahrheit und Fiktion wurde wunderbar miteinander verwoben. Neben vielen Charakteren zum gern haben, gab es aber auch eine Person zum leidenschaftlichen Verabscheuen. Das hatte ich in dieser Intensität schon lange nicht mehr und es mag etwas komisch klingen, aber gerade das hat das Lesen dieses Romanes zu etwas Besonderem gemacht.

"Der Schrein der Könige" vereint akribische Recherche mit einer lebendigen und zugänglichen Erzählweise, die den Leser unmittelbar in die mittelalterliche Epoche entführt. Die Autorin schafft es, das mittelalterliche Köln mit all seinen sensorischen Eindrücken und sozialen Dynamiken plastisch darzustellen. Die Schauplätze wirken dabei nicht als bloße Kulissen, sondern als lebendige, vielschichtige und faszinierende Lebensräume. Sabine Weiss ist für ihre gründliche Recherche bekannt, was sich im Werk widerspiegelt. Dennoch überfrachtet sie den Text nicht mit Fakten. Stattdessen integrieren sich historische Details elegant in die Handlung, wodurch ein informatives Leseerlebnis ohne didaktischen Charakter entsteht. Die Kombination aus Intrigen, Machtspielen und persönlichem Risiko gewährleistet eine durchgängig hohe Spannungsdichte. "Der Schrein der Könige" präsentiert sich als sorgfältig komponierter, atmosphärisch dichter historischer Roman, der Liebhaber des Genres begeistern dürfte. Sabine Weiss verbindet hier historische Authentizität mit einem packenden Plot. Wenngleich kleinere Längen und gelegentlich eindimensionale Antagonisten den ganz großen Wurf verhindern, bleibt insgesamt ein fesselndes und fundiert recherchiertes Leseerlebnis.
Nicolaus von Verdun und der Dreikönigenschrein Der Schrein der Heiligen Drei Könige, wohl eines der bekanntesten Reliquiare der Welt. Gold, Silber, Edelsteine, prunkvoll steht es im Mittelpunkt des Kölner Dom, der Kathedrale, die extra für den Schrein errichtet wurde. Diesem Kunstwerk widmet sich Sabine Weiss in ihrem neuesten historischen Roman. Das Cover stellt den Schrein vor dunkelrotem Hintergrund gold schimmernd in den Vordergrund. Im Jahr 1164 überführte der Erzbischof Rainald von Dassel die Gebeine der Heiligen Drei Könige aus dem eroberten Mailand nach Köln. Der Goldschmied Nicolaus von Verdun, dem historisch Teile des Schreins zugeordnet werden, wird nach Köln berufen, um den Schrein zu bauen. Damit kommen wir zum Fokus des Romans, der Goldschmied und seine Familie. Da es hier keine historischen Belege gibt, ist die Geschichte rund um Nicolaus komplett fiktiv. Familiäre Angelegenheiten, die Schwierigkeiten mit den in Köln ansässigen Goldschmieden, kirchliche und weltliche Herrscher, die bei der Gestaltung des Schreins eigene Vorstellungen haben, all dies bestimmt einen großen Teil des Romans. Die Atmosphäre in Köln, das alltägliche Leben mit all seinen Gepflogenheiten und Regeln ist sehr authentisch dargestellt. Die Handwerkskunst der Goldschmiede wird dem Leser nahe gebracht. Was mir fehlt, ist eine deutlichere Einbettung in die damaligen historischen Ereignisse. Das kommt etwas zu kurz, auch wenn der Fokus offensichtlich auf der Familie liegt, habe ich mir da mehr erhofft. Der Roman selbst ist unterhaltsam, der Schreibstil flüssig und bildhaft. Zu den Charakteren baut man sehr schnell eine Verbindung auf. Man hofft, bangt, leidet und freut sich mit den Figuren. Manches ist etwas überzogen, so dass man denkt, das hätte es jetzt nicht gebraucht, aber es bleibt im Rahmen. Ein Personenverzeichnis und Anmerkungen zum historischen Hintergrund vervollständigen die Lektüre. Insgesamt ein unterhaltsamer Roman, dem etwas mehr Historie und dafür weniger Familie gut getan hätten.






