Der Leuchtturm

Der Leuchtturm

Hardcover
3.67
ExistenzkampfTagebuch

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Beschreibung

Wann war je ein Buch, das vom Alleinsein und der Einsamkeit erzählt, derart anziehend? Dieses hier berichtet vom Leben auf einem Leuchtturm in den sechziger Jahren, also in einer Zeit, als die Feuer der Leuchttürme noch von Männern bedient werden mussten, die sich ein Leben zutrauten, in dem es außer den regelmäßigen Verrichtungen im Turm keine andere Abwechslung gab als das Wetter, die Vögel und die eigenen Gedanken, drei ›Dinge‹ also, die dazu neigen, unter den gegebenen Umständen trotz aller Varianten wie das Immergleiche zu wirken. Armen ist bretonisch und heißt ›der Stein‹; es ist der Name des am weitesten in den Atlantik hinaus gesetzten Leuchtturms der ganzen Bretagne. Dort hat Jean-Pierre Abraham drei Jahre lang als Wärter gearbeitet, zwar alle paar Wochen von einem Landgang unterbrochen – wenn das Wetter das Festmachen eines Küstenbootes zuließ –, ansonsten aber dem Toben des Meeres überlassen, bisweilen dem knappen Dialog mit einem Kollegen und zumeist dem eigenen Brüten und Sinnen, unterbrochen von den praktischen Arbeiten, dem Feuern, Reparieren, Putzen, Kochen und, in seinem Fall, Aufschreiben von Tagesnotizen – auch das eine Art Arbeit.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Biografien
Sub-Genre
Tagebücher & Briefe
Format
Hardcover
Seitenzahl
160
Preis
17.95 €

Beiträge

2
Alle
4.5

Das Tagebuch eines Leuchtturmwärters. Wer aber Grusel, Abenteuer oder Sätze über traurige Einsamleit erwartet, wird sich wundern. Die Sprache Abrahams stellt so manches große Werk noch größerer Dichter in den Schatten. Inhaltlich geht es dabei ums putzen, um Bilder von Vermeer, und vor allem um Licht in all seinen Formen und Facetten. Nach aussen ein Tagebuch, aber im innersten Lyrik pur. Doch lasse ich lieber Abrahams Worte Zeugnis sein: "20. Dezember, 17 Uhr Geduld. Sich ein Leben neben einer Lampe auszusuchen, bedeutet immerhin, seiner Exisztenz eine bestimmte Richtung geben. Ein grelles Licht schirmt ab. Im Zwischenbereich von Licht und Schatten müsste man indes langsam vorwärtskommen. Oder wäre es besser, jäh zu entflammen, als Fackel zu leben, sich in genialem Wahn zu verzehren? Der Wahnsinn freilich tobt draußen. Es heißt durchhalten. Sich behaupten. Ich zünde meine Lampe an. Das Licht ergießt sich über den Tisch, überflutet Gegenstand um Gegenstand. Schatten beginnen zu zucken wie ein flackernder Blick. Die Grenze des Kreises ist unscharf. Das wird man sich näher ansehen müssen. Mein Irren zwischen Dämmer und Nacht: Es will einfach kein Ende nehmen. Das ist Selbstgefälligkeit."

Post image
3

Gutes Buch

Sehr schön für den Kurzurlaub an der See. Für alle die Leuchttürme lieben. Es ist recht kurz weshalb man schnell durch kommt. Reich an Spannung ist es nicht. Es lebt durch Beschreibung und dem Gefühl dort zu sein. Sehr eindrucksvoll ist es das der Autor dort war und da wirklich gearbeitet hat. Ich bin nach dem Buch motiviert mehr über diesen Leuchtturm und Leuchttürme allgemein zu erfahren. Kann es empfehlen wenn man sich dafür interessiert und keine große Spannung erwartet.

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