Der leere Platz
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Beschreibung
Marlen hat ein schönes Leben, unverschämt schön, denkt sie manchmal. Aber wie schnell das Glück zerrinnen kann, auch wenn man ein privilegiertes Leben führt,
erfährt sie, als ihr Sohn eines Tages verschwindet. Angstvolles Warten und später die traurige Gewissheit seiner psychischen Krankheit rauben ihr Schritt für Schritt die Leichtigkeit des Lebens. Ein Roman über den Kampf einer Mutter um den Zusammenhalt ihrer Familie und ihre Konfrontation mit einer Krankheit, die in der Gesellschaft wenig Verständnis findet.
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Marion Karausche, geboren in Deutschland, ist mit ihren drei Geschwistern in Madagaskar aufgewachsen. Sie hat an der Sorbonne, Paris studiert und anschließend als Dolmetscherin (Französisch, Englisch, Deutsch) gearbeitet. Bis Anfang 2021 lebte sie mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern im Nahen Osten, wo sie als Übersetzerin u. a. für das Goethe Institut in Beirut und als Sprachlehrerin an einer amerikanischen Schule tätig war. "Der leere Platz" ist ihr erstes Buch.
Beiträge
Marlen lebt mit ihrer Familie in Marokko ein Vorzeigeleben. Sie verkehren in höheren Kreisen, die Kinder besuchen Eliteschulen und bringen gute Noten nach Hause, der Umgang untereinander ist sehr liebe- und vertrauensvoll. Kai, der älteste Sohn, macht sich gut und strebt eine Laufbahn als Arzt an. Von heute auf morgen ändert sich alles. Er schmeißt sein Studium und verschwindet spurlos. Als er wieder auftaucht, wirkt er verwahrlost, gehetzt, kann mit der Gesellschaft nichts mehr anfangen. Auch das früher so enge Verhältnis zur Mutter scheint nie existiert zu haben. Nachdem er nach dem kurzen Besuch wieder verschwindet, hören die Eltern monatelang nur sporadisch etwas, bis eines Tages eine deutsche psychiatrische Klinik anruft. Die Diagnose Schizophrenie stellt fortan das Leben der ganzen Familie auf den Kopf. - Mit „Der leere Platz“ ist Marion Karausche eine detaillierte, eindrucksvolle Schilderung der Krankheit gelungen. Aber nicht nur das. Sie zeigt darüber hinaus die Auswirkungen auf eine ganze Familie auf. „𝘌𝘪𝘯𝘦 𝘔𝘶𝘵𝘵𝘦𝘳 𝘬𝘢𝘯𝘯 𝘯𝘶𝘳 𝘴𝘰 𝘨𝘭𝘶̈𝘤𝘬𝘭𝘪𝘤𝘩 𝘴𝘦𝘪𝘯 𝘸𝘪𝘦 𝘥𝘢𝘴 𝘶𝘯𝘨𝘭𝘶̈𝘤𝘬𝘭𝘪𝘤𝘩𝘴𝘵𝘦 𝘪𝘩𝘳𝘦𝘳 𝘒𝘪𝘯𝘥𝘦𝘳.“ (S. 215) Vor allem die Mutter gerät in einen Strudel der Co-Abhängigkeit, versucht ihr Leben nach dem erwachsenen Sohn auszurichten, setzt Beziehungen aufs Spiel, zieht sich immer mehr zurück. Ihre Ehe droht zu scheitern, die Tochter wird vernachlässigt und irgendwie wird einfach auf den nächsten großen Knall gewartet um die Verantwortung zumindest kurzzeitig abgeben zu können. Sie gibt sich selbst die Schuld, versucht zu erörtern, wie es dazu kommen konnte, übernimmt Verantwortung an Stellen, die nicht in ihrer Verantwortung liegen. Dieses Verhalten, dass sie schon als Kind erlernt hat, kann sie auch als Erwachsene nicht ablegen. Auch der immer wiederkehrende Blick in die eigene Familiengeschichte, legt so manches offen. Von Magersucht, über Depression und Suizid bis hin zu eben der Krankheit des Sohnes, Schizophrenie, ist diese geprägt durch psychische Erkrankungen, denen aber im den seltesten Fällen Beachtung geschenkt wurde. Am Ende muss sie schlussendlich einsehen, dass es nicht in ihrer Macht liegt, dem geliebten Sohn zu helfen und dass manchmal nur ein leerer Platz zurückbleibt. - Sowohl sprachlich, als auch inhaltlich ist es ein sehr starkes Buch und man kann kaum glauben, dass es sich hierbei um das Debüt der Autorin handelt. Wie ihr vielleicht herauslesen könnt, bin ich begeistert und natürlich gibt es eine große Leseempfehlung 😊
Beschreibung
Marlen hat ein schönes Leben, unverschämt schön, denkt sie manchmal. Aber wie schnell das Glück zerrinnen kann, auch wenn man ein privilegiertes Leben führt,
erfährt sie, als ihr Sohn eines Tages verschwindet. Angstvolles Warten und später die traurige Gewissheit seiner psychischen Krankheit rauben ihr Schritt für Schritt die Leichtigkeit des Lebens. Ein Roman über den Kampf einer Mutter um den Zusammenhalt ihrer Familie und ihre Konfrontation mit einer Krankheit, die in der Gesellschaft wenig Verständnis findet.
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Marion Karausche, geboren in Deutschland, ist mit ihren drei Geschwistern in Madagaskar aufgewachsen. Sie hat an der Sorbonne, Paris studiert und anschließend als Dolmetscherin (Französisch, Englisch, Deutsch) gearbeitet. Bis Anfang 2021 lebte sie mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern im Nahen Osten, wo sie als Übersetzerin u. a. für das Goethe Institut in Beirut und als Sprachlehrerin an einer amerikanischen Schule tätig war. "Der leere Platz" ist ihr erstes Buch.
Beiträge
Marlen lebt mit ihrer Familie in Marokko ein Vorzeigeleben. Sie verkehren in höheren Kreisen, die Kinder besuchen Eliteschulen und bringen gute Noten nach Hause, der Umgang untereinander ist sehr liebe- und vertrauensvoll. Kai, der älteste Sohn, macht sich gut und strebt eine Laufbahn als Arzt an. Von heute auf morgen ändert sich alles. Er schmeißt sein Studium und verschwindet spurlos. Als er wieder auftaucht, wirkt er verwahrlost, gehetzt, kann mit der Gesellschaft nichts mehr anfangen. Auch das früher so enge Verhältnis zur Mutter scheint nie existiert zu haben. Nachdem er nach dem kurzen Besuch wieder verschwindet, hören die Eltern monatelang nur sporadisch etwas, bis eines Tages eine deutsche psychiatrische Klinik anruft. Die Diagnose Schizophrenie stellt fortan das Leben der ganzen Familie auf den Kopf. - Mit „Der leere Platz“ ist Marion Karausche eine detaillierte, eindrucksvolle Schilderung der Krankheit gelungen. Aber nicht nur das. Sie zeigt darüber hinaus die Auswirkungen auf eine ganze Familie auf. „𝘌𝘪𝘯𝘦 𝘔𝘶𝘵𝘵𝘦𝘳 𝘬𝘢𝘯𝘯 𝘯𝘶𝘳 𝘴𝘰 𝘨𝘭𝘶̈𝘤𝘬𝘭𝘪𝘤𝘩 𝘴𝘦𝘪𝘯 𝘸𝘪𝘦 𝘥𝘢𝘴 𝘶𝘯𝘨𝘭𝘶̈𝘤𝘬𝘭𝘪𝘤𝘩𝘴𝘵𝘦 𝘪𝘩𝘳𝘦𝘳 𝘒𝘪𝘯𝘥𝘦𝘳.“ (S. 215) Vor allem die Mutter gerät in einen Strudel der Co-Abhängigkeit, versucht ihr Leben nach dem erwachsenen Sohn auszurichten, setzt Beziehungen aufs Spiel, zieht sich immer mehr zurück. Ihre Ehe droht zu scheitern, die Tochter wird vernachlässigt und irgendwie wird einfach auf den nächsten großen Knall gewartet um die Verantwortung zumindest kurzzeitig abgeben zu können. Sie gibt sich selbst die Schuld, versucht zu erörtern, wie es dazu kommen konnte, übernimmt Verantwortung an Stellen, die nicht in ihrer Verantwortung liegen. Dieses Verhalten, dass sie schon als Kind erlernt hat, kann sie auch als Erwachsene nicht ablegen. Auch der immer wiederkehrende Blick in die eigene Familiengeschichte, legt so manches offen. Von Magersucht, über Depression und Suizid bis hin zu eben der Krankheit des Sohnes, Schizophrenie, ist diese geprägt durch psychische Erkrankungen, denen aber im den seltesten Fällen Beachtung geschenkt wurde. Am Ende muss sie schlussendlich einsehen, dass es nicht in ihrer Macht liegt, dem geliebten Sohn zu helfen und dass manchmal nur ein leerer Platz zurückbleibt. - Sowohl sprachlich, als auch inhaltlich ist es ein sehr starkes Buch und man kann kaum glauben, dass es sich hierbei um das Debüt der Autorin handelt. Wie ihr vielleicht herauslesen könnt, bin ich begeistert und natürlich gibt es eine große Leseempfehlung 😊




