Der Himmel fällt
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Beschreibung
Die achtjährige Penny und ihre jüngere Schwester Baby leben in einem Landhaus in der Nähe von Florenz bei ihren jüdischen Verwandten, die sie nach dem Unfalltod der Eltern aufgenommen haben. Italien befindet sich im Krieg, davon spüren die Mädchen jedoch zunächst nur wenig. In ihren Spielen schaffen sich die beiden Schwestern eine eigene Welt. Und doch rücken die Bedrohungen des Nationalsozialismus und der antisemitischen Verfolgung näher, der Himmel fällt auf die Erde, so scheint es den beiden, und Tod und Schrecken lassen das Paradies zum Schauplatz einer Tragödie werden.
Lorenza Mazzettis Roman »Der Himmel fällt« wurde in Italien erstmals 1961 veröffentlicht und verarbeitet die Kindheitserlebnisse der Autorin während der deutschen Besetzung. Sie wuchs mit ihrer Zwillingsschwester im Haus ihres Onkels auf, eines Cousins von Albert Einstein, der zusammen mit seiner Familie den Deutschen zum Opfer fiel. Ihr schmerzlich aufrichtiges Buch über eine Kindheit in grausamer Zeit ist ein lebendiger Appell an die Pflicht des Erinnerns und erscheint nun in einer Neuübersetzung von Ulrike Schimming.
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Lorenza Mazzetti (1927-2020) wurde in Rom geboren und wuchs in der Toskana auf. Sie verbrachte viele Jahre in London, wo sie als Filmregisseurin arbeitete. Später leitete sie das Puppet Theatre in Rom. Ihr Roman »Der Himmel fällt« wurde in Italien erstmals 1961 veröffentlicht und mit dem Premio Viareggio ausgezeichnet.
Beiträge
Zeitzeugnis aus der Sicht eines Kindes
"Der Himmel fällt" von Lorenza Mazzetti ist die Neuauflage eines bereits 1961 erschienenen Romans, der jetzt von Ulrike Schimming neu übersetzt wurde. Mit diesem Roman versucht die Autorin, ihre Kindheitserlebnisse während des Kriegs in Italien unter Mussolini und unter deutscher Besatzung aufzuarbeiten. Penny und Baby leben nach dem Tod ihrer Eltern bei ihrem Onkel und seiner Familie in Italien, Es herrscht Krieg, die beiden Mädchen tauchen in ihre eigene Welt ab, spielen und leben damit ihre Fantasie und eine heile Welt aus. Aber der Schrecken des Kriegs und des Antisemitismus holt auch sie ein. Das Buch ist kein dicker Wälzer - im Gegenteil- , trotzdem versteht es Mazzetti, die Ereignisse aus der Sicht eines Kindes darzustellen. Der Onkel der Kinder ist streng mit ihnen. Wer sich aus seiner Sicht egal wie "daneben benimmt", muss für ihn passende Sätze hundertmal schreiben. Die Familie ist jüdisch, der (katholische) Pfarrer missioniert und lässt die Kinder den Katechismus auswendig lernen. Dinge, die den Kindern nicht immer gefallen, sie aber trotzdem prägen. So werden auch Glaubensdinge spielerisch nachempfunden. Mich hat der Roman berührt und beeindruckt, zeigt es doch die schrecklichen Ereignisse der damaligen Zeit hautnah und aus der Sicht eines Kindes. Ein Zeitzeugnis der besonderen Art! Dass der Onkel der Kinder im Buch ein Cousin Albert Einsteins war, hätte meiner Meinung nach nicht extra erwähnt werden müssen. Ein Schicksal ist genauso grausam, wenn es weniger bekannte Personen betrifft. Der Schreibstil der Autorin ist gut zu lesen, in manchen Situationen und Beschreibungen der Kinder beim Spielen musste ich sogar schmunzeln. Im Verlauf des Buches zeigt sich auch, dass nicht alle Menschen oder Unmenschen pauschal beurteilt werden dürfen. Das hat mich beeindruckt, zumal der persönliche Hintergrund der Autorin bekannt ist. Das Cover passt gut zum Buch, spiegelt die Traurigkeit eines Kindes wider. Ein lesenswerter Einblick in die Geschichte, geschildert aus der Sicht eines Kindes. Gute 4 Sterne und eine Leseempfehlung!
Beschreibung
Die achtjährige Penny und ihre jüngere Schwester Baby leben in einem Landhaus in der Nähe von Florenz bei ihren jüdischen Verwandten, die sie nach dem Unfalltod der Eltern aufgenommen haben. Italien befindet sich im Krieg, davon spüren die Mädchen jedoch zunächst nur wenig. In ihren Spielen schaffen sich die beiden Schwestern eine eigene Welt. Und doch rücken die Bedrohungen des Nationalsozialismus und der antisemitischen Verfolgung näher, der Himmel fällt auf die Erde, so scheint es den beiden, und Tod und Schrecken lassen das Paradies zum Schauplatz einer Tragödie werden.
Lorenza Mazzettis Roman »Der Himmel fällt« wurde in Italien erstmals 1961 veröffentlicht und verarbeitet die Kindheitserlebnisse der Autorin während der deutschen Besetzung. Sie wuchs mit ihrer Zwillingsschwester im Haus ihres Onkels auf, eines Cousins von Albert Einstein, der zusammen mit seiner Familie den Deutschen zum Opfer fiel. Ihr schmerzlich aufrichtiges Buch über eine Kindheit in grausamer Zeit ist ein lebendiger Appell an die Pflicht des Erinnerns und erscheint nun in einer Neuübersetzung von Ulrike Schimming.
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Lorenza Mazzetti (1927-2020) wurde in Rom geboren und wuchs in der Toskana auf. Sie verbrachte viele Jahre in London, wo sie als Filmregisseurin arbeitete. Später leitete sie das Puppet Theatre in Rom. Ihr Roman »Der Himmel fällt« wurde in Italien erstmals 1961 veröffentlicht und mit dem Premio Viareggio ausgezeichnet.
Beiträge
Zeitzeugnis aus der Sicht eines Kindes
"Der Himmel fällt" von Lorenza Mazzetti ist die Neuauflage eines bereits 1961 erschienenen Romans, der jetzt von Ulrike Schimming neu übersetzt wurde. Mit diesem Roman versucht die Autorin, ihre Kindheitserlebnisse während des Kriegs in Italien unter Mussolini und unter deutscher Besatzung aufzuarbeiten. Penny und Baby leben nach dem Tod ihrer Eltern bei ihrem Onkel und seiner Familie in Italien, Es herrscht Krieg, die beiden Mädchen tauchen in ihre eigene Welt ab, spielen und leben damit ihre Fantasie und eine heile Welt aus. Aber der Schrecken des Kriegs und des Antisemitismus holt auch sie ein. Das Buch ist kein dicker Wälzer - im Gegenteil- , trotzdem versteht es Mazzetti, die Ereignisse aus der Sicht eines Kindes darzustellen. Der Onkel der Kinder ist streng mit ihnen. Wer sich aus seiner Sicht egal wie "daneben benimmt", muss für ihn passende Sätze hundertmal schreiben. Die Familie ist jüdisch, der (katholische) Pfarrer missioniert und lässt die Kinder den Katechismus auswendig lernen. Dinge, die den Kindern nicht immer gefallen, sie aber trotzdem prägen. So werden auch Glaubensdinge spielerisch nachempfunden. Mich hat der Roman berührt und beeindruckt, zeigt es doch die schrecklichen Ereignisse der damaligen Zeit hautnah und aus der Sicht eines Kindes. Ein Zeitzeugnis der besonderen Art! Dass der Onkel der Kinder im Buch ein Cousin Albert Einsteins war, hätte meiner Meinung nach nicht extra erwähnt werden müssen. Ein Schicksal ist genauso grausam, wenn es weniger bekannte Personen betrifft. Der Schreibstil der Autorin ist gut zu lesen, in manchen Situationen und Beschreibungen der Kinder beim Spielen musste ich sogar schmunzeln. Im Verlauf des Buches zeigt sich auch, dass nicht alle Menschen oder Unmenschen pauschal beurteilt werden dürfen. Das hat mich beeindruckt, zumal der persönliche Hintergrund der Autorin bekannt ist. Das Cover passt gut zum Buch, spiegelt die Traurigkeit eines Kindes wider. Ein lesenswerter Einblick in die Geschichte, geschildert aus der Sicht eines Kindes. Gute 4 Sterne und eine Leseempfehlung!




