Der Arm des Kraken

Der Arm des Kraken

Taschenbuch
4.02
MafiathrillerVietnamesenYakuzaPrenzlauer Berg

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Beschreibung

Ein Mord in einem Park im Osten von Berlin führt die Wege der Kommissarin Annegret Bartsch und des Killers Fumio Onishi zusammen. Denn dort, wo sich die Kämpfe zwischen den vietnamesischen Clans der Nachwendezeit seit langem beruhigt zu haben scheinen, ist plötzlich die Hölle los – ein verstörender Rachefeldzug von archaischer Gnadenlosigkeit und unfassbarer Grausamkeit erschüttert mit einem Mal die heile Welt des Prenzlauer Bergs. Und Annegret Bartsch hat alle Mühe, Fumio Onishi endlich eine Falle zu stellen, die dem Töten ein Ende bereiten könnte.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
Zeitgenössische Romane
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
352
Preis
10.30 €

Autorenbeschreibung

Christoph Peters wurde 1966 in Kalkar geboren. Er ist Autor zahlreicher Romane sowie mehrerer Erzählungsbände. Für seine Bücher wurde er vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem aspekte-Literaturpreis jund dem Hölderlin-Preis 2016. Zuletzt erschien von ihm der Roman "Der Arm des Kraken" (2015). Christoph Peters lebt heute in Berlin.

Merkmale

1 Bewertungen

Stimmung

Traurig
Witzig
Gruselig
Erotisch
Spannend
Romantisch
Verstörend
Nachdenklich
Informativ
Herzerwärmend
15%
N/A
61%
14%
71%
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35%
16%
41%
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Hauptfigur(en)

Sympathisch
Glaubwürdig
Entwickelnd
Vielschichtig
39%
71%
72%
64%

Handlungsgeschwindigkeit

Schnell0%
Langsam0%
Mittel0%
Variabel100%

Schreibstil

Einfach0%
Komplex100%
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Außergewöhnlich (100%)

Beiträge

1
Alle
4

Japanisch Yakuza, vietnamesische Bandenkriminalität und Berliner Kripo treffen aufeinander. Blutbad im Prenzlauer Berg. Abwechslungs- und facettenreich, hart.

Ein verliebter Yakuza bringt das fein austarierte Gleichgewicht vietnamesischer Clans im Osten Berlins durcheinander. Mit fatalen Folgen. Nicht nur kostet es sein Leben. Ein brutaler, "archaischer" (Klappentext) Rachenfeldzug bringt eine Orgie der Gewalt in die heile Welt des Prenzlauer Bergs. Annegret Bartsch, Ermittlerin für vietnamesische organisierte Kriminalität, Mutter und Ehefrau und Yakuza-Killer Fumio Onishi steuern auf einen Showdown zu. Der Roman ist aus zwei Perspektiven erzählt: Einmal aus Sicht der Ermittlerin, der man beim Denken zuhören darf und vor der man ungefiltert Persönliches und Kriminalistisches um die Ohren bekommt. Im James-Joyce-Stil ohne Punkt und Absatz. Nicht immer leicht zu lesen, aber lebensnah und unterhaltsam. Und aus der Sicht Onishis, wobei das mit Distanz in der dritten Person erfolgt und konventioneller erzählt wird. Beide Charaktere werden gut herausgearbeitet, wobei Bartsch authentischer wirkt, Onishis dagegen wie eine exotische Kunstfigur. Ob man ihn am Ende als Krieger, Nachfahre der Samurai und "Ronin" (so bezeichnet er sich selbst) sieht, oder doch eher als unmenschliche Mordmaschine: das ist für mich eine der spannenden Fragen dieses Buches, die jeder Leser selbst beantworten muss. Ebenfalls ein Pluspunkt ist, wie hier die heile Welt des Prenzlauer Bergs und die oft zum Klischee verklärte Parallelwelt der ostberliner Vietnamesen aufgemischt und zum Blutbad wird - das erfreut jeden Berliner, die Prenzelberger vielleicht ausgenommen. Eine gewisse Schwäche ist die Handlung. Die Pläne und Motive Onishis werden nicht ganz klar. Die Vorstellung, dass es hier nur um Rache und gar nicht um's Geschäft gehen soll ist nicht Recht plausibel. Unter dem Strich nicht nur ein gutes Buch, sondern auch eines, das heraussticht und wohl in Erinnerung bleibt. Definitiv lesenswert für Berlinkenner/-liebhaber und Freunde der etwas härteren Gangart.

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