Das Mädchen aus Glas

Das Mädchen aus Glas

E-Book
4.316
LiebesromanHochzeitErster WeltkriegGlasknochenkrankheit

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Beschreibung

Berlin, 1913. Elisa leidet unter der seltenen und wenig erforschten Glasknochenkrankheit, weshalb sie ihr wohlbehütetes Zuhause kaum verlässt. Louis ist ein Draufgänger und liebt das Risiko. Die von den Eltern vereinbarte Eheschließung erscheint ihnen zunächst wie eine Bestrafung – zumal Elisa in ihren Arzt Wilhelm verliebt ist. Doch während der Erste Weltkrieg heraufzieht, kommen Elisa und Louis sich näher. Als die beiden Männer an die Front müssen, zeigt sich, wie stark Elisa wirklich ist – und sie erfährt, was es bedeutet, wahrhaftig zu lieben.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Liebesromane
Sub-Genre
Historisch
Format
E-Book
Seitenzahl
N/A
Preis
3.99 €

Autorenbeschreibung

Julie Hilgenberg, Jahrgang 1991, studierte Journalistik und arbeitet als Schauspielerin sowie freie Journalistin für die Süddeutsche Zeitung. Der Gedanke, dass man oft gar nicht anders kann, als jemanden zu mögen, wenn man ihn erst richtig kennenlernt, inspirierte sie zu »Das Mädchen aus Glas«. Neben dem Schreiben gilt ihre Leidenschaft dem Reisen quer durch Europa und in exotische Länder. Sie lebt in der Nähe von München, wo sie sich als Leiterin eines Jugend-Literaturkreises engagiert.

Beiträge

5
Alle
4

Ein eher ruhiges, feinfühliges Buch mit tollen Charakteren

Ein eher ruhiges, feinfühliges Buch mit tollen Charakteren
5

Dieses Buch lässt sich eigentlich nicht in eine Rezension verfassen, da die Worte einfach nie genügen würden. Man muss dieses Buch lesen und fühlen. Einfach in die Geschichte eintauchen... Und ich kann euch versprechen: Sie ist wundervoll. Ich hatte so wunderschöne Lesestunden voller Liebe, Mitgefühl, Verständnis, Hoffnung, analysieren und träumen. Ich spüre Elisas Sehnsucht, ihr Mitgefühl Menschen gegenüber. Ich spürte die Sehnsucht nach Anerkennung bei Louis und deren Suche nach Heimat. Und auch Wilhelm war mir nicht fremd, denn ich verstand seine Handlungen aus Liebe, auch wenn sie fernab des Gutheißen sind. Jeder Charakter – wirklich jeder, war authentisch und ich fühlte mich mit ihm verbunden. Ich hatte sogar Sehnsucht nach meiner Buchfamilie, wenn ich mal dieser Heimat entfliehen musste, um in der realen Welt Dinge zu erledigen. Es war dieses Vermissen und bedingungslose Sehnsucht, die mich immer wieder zum Buch zog... So etwas hatte ich wirklich noch nie. Die Autorin hat es also ganz wundervoll geschafft, eine Welt zu kreieren, die geschichtlich hervorragend umgesetzt wurde, ohne altertümlich zu wirken. Die Protagonisten einem nah brachte und eine Verbindung aufbauen ließ. Ich lernte die Zeit, vorm Weltkrieg kennen und deren Gründe, eine Heirat einzufädeln, die dem Geschäft und der Familie entgegenkommt. In der es nach anderen Kriterien geht und dennoch auch nach der Sehnsucht, die eine wahre Liebe zu finden. Um sich angekommen zu fühlen, und nicht nur verstanden und gut ergänzt. Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der eine Geschichte lesen will, die in einer anderen Zeit spielt, und dennoch nicht davon zu überladen. In der Charaktere einen ans Herz wachsen und es nicht nur die Hauptprotagonisten sind. Hier spielen alle zusammen und ergeben eine wundervolle Welt, in denen es Höhen und Tiefen gibt. In denen das Schicksal einem einen Strich durch die Rechnung macht und Fäden zusammenführen, mit denen man nicht gerechnet hat.

5

Ich hab diese Story wirklich verschlungen. Die Geschichte zwischen Elisa und Louis war einfach zu unglaublich zart und niedlich. Obwohl anfangs ihre seltene Glasknochenkrankheit im Vordergrund steht, wächst Elisa unglaublich über sich hinaus. Elisa ist eine junge, starke und selbstbewusste Frau die nur einen kleinen Stups in die richtige Richtung nötig hatte. Louis ist da eher ein Draufgänger, ein richtiger Lebemann der sich erst noch in der Welt zurechtfinden muss. Durch die arrangierte Ehe mit Elisa wird er zur Treue und Vernunft gezwungen. Die beiden beginnen Ihre Beziehung wie Hund und Katz nur um am Ende einfach perfekt zu sein. —————————————————— Ich muss sagen ich hätte an Elisas Stelle weder Wilhelm, dem angeblich besten Freund und ihrer Mutter nicht verziehen. Jahrelang hat er ihr Medikamente heimlich verabreicht um sie ruhig zu stellen. Ihre Mutter wusste davon und hat dies stillschweigend hingenommen. Selbstverständlich ist auch vom ein oder andere Schicksalsschlag die Rede, bei dem auch mal ein Auge feucht wird. —————————————————— Da die Szenerie vor ca. 100 Jahren spielt, sollte man sich über die Denkweisen, Etiketten oder Einstellungen nicht wundern bzw. sich daran stören lassen. —————————————————— Von mir gibt es eine ganz klare Empfehlung dieses Buch zu lesen.

4

Im Vorfeld habe ich sehr viel Positives über diese Geschichte gehört und die Bewertungen auf Goodreads gehen beinahe durch die Decke. Auch ich bin durchaus dem Charme der Geschichte erlegen. Julie Hilgenberg hat einen sehr angenehmen flüssigen Schreibstil, der diesem historischen Roman neues Leben eingehaucht hat. Es war weder langweilig, eingestaubt, noch zu sperrig. Die Seiten sind förmlich verflogen. Die Autorin schafft es nicht nur den Flair Berlins in den 20zigern Leben einzuhauchen, sondern sie stellt ebenfalls bitter ernst, unromantisiert und so gut wie möglich den ersten Weltkrieg in vielen Facetten dar. Den Kriegsgräueln räumt sie wenig Platz ein, sondern beschränkt sich eher auf die Anfänge und die Stimmung sowie Atmosphäre in Berlin und den Menschen. Sie erwähnt wichtige historische Ereignisse ganz kurz und bündig, um die Ereignisse in der Zeit der Geschichte zuzuordnen. Der Leser begleitet Louis und Elisa über bestimmt 6-7 Jahre, nicht kontinuierlich, es gibt durchaus besonders zum Ende hin immer mal wieder größere Zeitsprünge. Was ich besonders an der Geschichte mag, ist, die Authentizität! Die Wenigsten verlieben sich sofort auf den ersten Blick unsterblich ineinander. Es braucht Zeit, Nähe und Verständnis. Louis und Elisa haben es erst nicht leicht, aber als ihre Geschichte beginnt, war ich gefühlt im Himmel. Es wird alles so schön und leicht beschrieben. Ich habe gelächelt und gelacht, habe mit ihnen getrauert, geweint und gewütet. Nicht alles ist romantisiert worden, eingetaucht in eine rosa rote Wolke. Es war an mehr als einer Stelle auch durchaus ernst und traurig. Elisas Krankheit wird sehr natürlich in die Geschichte eingebunden, zum Ende hin immer weniger, weil sich die beiden Charaktere immer mehr weiterentwickeln. Es gab durchaus Drama, aber zum Glück kein Unnötiges! Ich habe die Charaktere sehr lieb gewonnen, Elisas Sturheit und Lebensfreude und Louis Draufgängertum, seine Sanftheit und Hingabe. Auch die Geschichte war richtig toll erzählt, aber ich habe auch den ein oder anderen Kritikpunkt. Besonders zwei Dinge liegen mir am Herzen. Zunächst finde ich es sehr schade, dass die Autorin sehr viele Szenen nur ganz kurz anreißt und dann in der Zeit springt. Dadurch hat mir oft die Nähe zu den Charakteren gefehlt, damit ich ihre Zuwendung zueinander noch mehr hätte verstehen und begreifen können. Da wären wir auch schon bei Den Zeitsprüngen. Wenn es nur wenige Sprünge sind, finde ich es durchaus schön, aber zum Ende hin wurden Jahre übersprungen! Das war mir irgendwie zu viel des Guten. Insgesamt hat Julie Hilgenberg eine charmante einfühlsame und rasante Liebesgeschichte in den 20zigern in Berlin geschrieben, die mein Herz berühren konnte. Elisa und Louis waren tolle Charaktere, die auch im Hintergrund des bitteren brutalen historischen Kontextes trotzdem gut und authentisch behaupten konnten. Ich vergebe 4/5 Sterne.

5

In #DasMädchenAusGlas begleiten wir Elisa, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts als Tochter eines Süßwarenfabrikanten aufwächst und an der seltenen Glasknochenkrankheit leidet. Da sie die meiste Zeit im Bett verbringt und kaum Menschen kennen lernt, wird ihre Hochzeit mit dem Bankierssohn Louis arrangiert. Er ist wild und steht in krassem Gegensatz zu Elisa. Die Ehe steht unter keinem guten Stern, die beiden können sich nämlich nicht ausstehen! Und ganz eigentlich liebt Elisa Wilhelm, ihren Arzt. Die Leidenschaft in der Geschichte ist so schön und bildhaft dargestellt, dass sogar ich als Leserin eine gewisse Sehnsucht spüre!

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