Das kalte Licht der fernen Sterne

Das kalte Licht der fernen Sterne

E-Book
3.15
SowjetunionProvinzDebütromanDorfleben

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Beschreibung

Die matronenhafte Bibliotheksdirektorin Tamara, die mit dem kränklichen Wiktor ihren zweiten Frühling erlebt. Sergej mit den Kunstledersandalen, dessen Scheune begehrter Treffpunkt der Jugendlichen ist. Die drei "Schlampen": Lena mit dem Oberlippenbart, Dina mit dem Vater im Knast und Oksana, Expertin für Schwangerschaftsabbrüche. Nastja beobachtet sie, seit sie ein kleines Mädchen ist. Zusammen mit ihrer Mutter und Großmutter lebt sie in einem Städtchen unweit von Moskau, das bessere Tage gesehen hat. Die Bewohner hausen zwischen Eimern und Einweckgläsern, zwischen Plumpsklo und Gemüsegarten, trinken bitteres Bier und selbstgebrannten Schnaps, beschimpfen und vergnügen, lieben und schlagen sich. Zunächst scheint Nastja als Erzählerin wie über dem Geschehen zu schweben, dann jedoch zieht es sie mitten hinein in das Pop-up-Panorama der russischen Provinz. Sie erlebt Geschichten voller Poesie und Gewalt, Tragik und Humor, Episoden mit ungewissem Ausgang. Bis Nastja sich in den jungen Soldaten Dima verliebt und es so aussieht, als würde ihr Leben eine unvorhergesehene Wendung nehmen. Anna Galkinas Blick kennt keine Scheu und kein Erbarmen, durchbohrt die Härte des sowjetischen Alltags, trifft mitten ins Herz. "Das kalte Licht der fernen Sterne" erzählt unerbittlich und doch unbeschwert, mit viel Humor und großer Warmherzigkeit, von Schicksalen, die lange nachhallen.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
Zeitgenössische Romane
Format
E-Book
Seitenzahl
192
Preis
8.99 €

Beiträge

1
Alle
4

Ein kühler Blick auf das kalte Russland der 80er Jahre Das Buch: Nastja wächst in einem trostlosen Vorort Moskaus in den 80er Jahren auf. Sie erzählt in Erinnerungen über ihre erste Liebe, Freundschaft, eigensinnige Personen und über diesen sonderbaren Ort überhaupt. Fazit: Dieses Buch ist ein sehr untypischer Roman. Es ist ein Misch-Masch aus Autobiografie, Erzählung und Roman. In kurzen Kapiteln werden Einblicke in das Leben des Örtchens gegeben. Und dabei geht es nicht nur unbedingt um Nastja. Auch andere Personen werden betrachtet, die irgendwie im Zusammenhang mit Nastja stehen. Und Nastja kennt so einige Menschen. Das wird gegen Ende doch ein wenig zu abstrakt. Aber auch Nastja selbst bleibt immer im grauen Nebel versteckt. Man wird mit ihr nicht warm. Warum sie so handelt, wie sie handelt? Das erfährt der Leser zu keinem Zeitpunkt im Buch. Warum die Beziehung zu ihrer Mutter nicht die Beste ist? Tja, man kann nur erahnen, dass das wohl mit der Pubertät zusammenhängt. Aber die Hintergründe bleiben leider im ganz Dunklen verschollen. Sprachlich ist das Buch ordentlich geschrieben. Doch die doch sehr gewollten derben Ausdrücke in der vorwiegend ersten Hälfte des Buches irritieren doch. Das hat nix mit der Story zu tun, helfen der Situation nicht und man wird das Gefühl nicht los, dass die Autorin bewusst diese Ausdrücke wiederholt einsetzt, um die Leseprobe ein wenig mehr Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Dabei hat das Buch diese Ausdrücke gar nicht nötig. Es wird auch so eindringlich die Welt beschrieben. Zusammenfassend zeigt dieses Buch so das harte russische Leben in einem Vorort Moskaus ohne Hoffnung auf Ausbruch aus dieser Szenerie. Unverblümt werden die Geschehnisse dargestellt, ohne viel Schnickschnack. Kapitelweise werden kleine Vorkommnisse beleuchtet. Wer auf solche Geschehnisse steht, ist dieses Buch durchaus zu empfehlen. https://booksoftination.wordpress.com/2016/09/07/anna-galkina-das-kalte-licht-der-fernen-sterne/

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