Das Haus in Charlottenburg
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Beschreibung
Deutsches Kaiserreich um 1890: Die junge Elise träumt davon, sich als Schneiderin einen Namen zu machen und erreicht es, in einem renommierten Modeatelier angestellt zu werden. Die krassen sozialen Ungerechtigkeiten sind in Berlin unübersehbar. Elise kann sie nicht gutheißen, nimmt sie aber als unabänderlich hin. Bis sie den Architekten Johann kennenlernt, der um genossenschaftliches Bauen kämpft. Die beiden verlieben sich ineinander. Als ein Schicksalsschlag Johann davon abhält, den Wohnungsbau selbst voranzutreiben, werden seine Pläne fortan zu ihren. Sie will eine Heimat für bedürftige Menschen schaffen. Dieses Ziel verfolgt sie trotz ihrer skrupellosen und zu allem entschlossenen Gegnerin, Baronin von Rienäcker, die Elise das Liebste zu nehmen droht – ihre und Johanns kleine Tochter.
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Beate Sauer studierte katholische Theologie und Philosophie und absolvierte danach eine journalistische Ausbildung. Dabei wurde ihr klar, dass ihr Herz noch viel mehr für selbst ausgedachte Geschichten schlägt. Mit ihren historischen Romanen und Kriminalromanen hat sie bereits eine große Fangemeinde erobert. Nach ihrer erfolgreichen Fernsehschwestern-Saga bei Heyne kommt nun ihr großer neuer Roman über den Kampf gegen den Mietwohnungsmangel Ende des 19. Jahrhunderts.
Beiträge
Ich liebs, wenn Frauen auch mal die „bösen“ sind
Und in diesem Buch ist die Rolle des skrupellosen, vermögenden Menschen, der manipuliert, unterdrückt, quält und tötet (oder eben töten lässt) von einer Frau besetzt. Ich schätze es sehr, wenn in Büchern starke Frauen die Hauptrollen spielen und sie ihre Stärke nicht nutzen, um einem Mann zu gefallen. Sondern wenn sie ihre Weiblichkeit und die Tatsache wegen ihres Geschlechts unterschätzt zu werden, zu ihrem Vorteil nutzen. Die Baronin hat eine wirklich schwere Vergangenheit. Ihre Herkunft ist erklärt ein wenig, wieso sie so skrupellos handelt. Dabei ist ihre Raffinesse bewundernswert und ihr finanzieller Erfolg beeindruckend. Dass ihr zunächst einmal nicht mal ein schädlicher Ruf anhaftet ebenso. Und dabei agiert sie wirklich durch und durch strategisch, berechnend und überaus böse. Elises Entwicklung macht Freude beim Lesen. Von der eher schüchternen jungen Frau zu einer selbstbewussten jungen Dame, die für ihre Liebsten und später für Gerechtigkeit eintritt war die Entwicklung insgesamt sehr stimmig. Dass auch ihre Mutter sich dem Kampf gegen „oben“ anschließt kam etwas überraschend. Aber irgendwie musste die Geschichte ja auch „rund“ werden. Die Männer sind, bei aller Wichtigkeit, eher Nebensache. Eine Liebesgeschichte gehört wohl in jeden Roman, die Bedeutung ehrlicher, tiefer Freundschaft ist hier aber deutlich im Vordergrund. Natürlich geht’s auch hier nicht ohne glückliche Zufälle, Verbindungen (heute nennt man es „Vit. B“) und Gönner. Wie im echten Leben. Mir gefiel das Buch ausgesprochen gut. Es ist angenehm zu lesen, am Ende erfolgt eine geschichtliche Einordnung (das schätze ich bei historischen Texten besonders) und an einem Tag hatte ich es durch. Eine wirklich runde Lektüre. Kurzweilig. Angenehm zu lesen und inhaltlich nicht zu flach.
Ein absolutes Lesehighlight ! Eindrucksvolle Geschichte um die Anfänge des Genossenschaftlichen Wohnungsbau
Mit ihrem historischem Roman,, Das Haus in Charlottenburg " nimmt die Autorin Beate Sauer den Leser mit auf eine spannende Zeitreise Ende des 19. Jahrhunderts nach Berlin. Mitten in die so schnell gewachsene Stadt, daß Wohnraum nicht nur äußerst knapp , sondern auch noch von den kargen Einkünften kaum bezahlbar ist. So leben viele Menschen auf kleinstem Raum und unter oft erbärmlichen Umständen. Zudem sind die Mieter der Willkür der geldgierigen Vermieter ausgeliefert , werden die Mieten grundlos erhöht oder man muß von heute auf morgen ausziehen, auch wenn der Vertrag eigentlich noch gültig wäre. Selbst wenn man ein eigenes kleines Grundstück sein eigen nennt, ist man nicht sicher, wenn ein Immobilienspekulant genau dort eine Mietskaserne für viele Menschen bauen will. So erging es auch Elise und ihrer Familie, als ihr Vater bei einem Unglück ums Leben kam. Seitdem wohnt sie mit ihrer Mutter und den zwei jüngeren Geschwistern Willy und Marie beengt in einem Mietshaus. Ihr Lohn als gelernte Schneiderin reicht so gerade für das Nötigste. Ihr großer Traum ist es , eines Tages bei einem renommierten Modeatelier zu arbeiten. Bis dahin ist sie der Schikane und Ausbeutung ihrer Chefin ausgesetzt. Auch der Architekt Johann kommt mit seinen Aufträgen nur so gerade eben über die Runden. Als er einen lukrativen Auftrag erhalten kann, lehnt er ihn ab. Denn eine Mietskaserne zu bauen, kann er mit seinem Gewissen nicht vereinbaren. Mit seinem Freund , dem Professor Louis D'Arnaud , der an der Charité tätig ist, hat er stattdessen ein genossenschaftliches Wohnprojekt. Mit potentiellen Geldgebern und den eigenen Anteilen der zukünftigen Bewohnern möchten sie bezahlbares , komfortables und sicheres Wohnen möglich machen. Das will Baronin Leonora von Rienäcker, Louis Mutter, aus eigenem Interesse auf jeden Fall verhindern und dafür ist ihr jeder Weg recht. Nachdem Elise und Johann mehrmals zufällig aufeinander treffen, entwickeln sich nicht nur zarte Gefühle, sondern auch eine wunderbare Freundschaft mit Louis, auch wenn sie aus so unterschiedlichen Gesellschaftsschichten stammen. Das Wohnprojekt fasziniert Elise von Beginn an, da sie nie wieder in ihrem Leben ihr Zuhause verlieren möchte. Mit Eifer und Elan lassen sich die Freunde auch bei Rückschlägen nicht von dieser Vision abbringen. Wird ihr Traum vom Genossenschaftlichen Wohnen in Erfüllung gehen und damit den Menschen sicheren und zugleich bezahlbaren Wohnraum bescheren ? Beate Sauer hat mich mit dieser Geschichte und ihrem hervorragend bildhaften Schreibstil von der ersten Seite an in den Bann gezogen. Die abwechslungsreichen Erzählperspektiven von Elise, Johann und auch Leonore von Rienäcker ließen mich tief in die Gedanken und Gefühle der Protagonisten eintauchen. Die Spannung wie es weitergeht steigerte sich mit jedem weiteren Kapitel, so daß ich das Buch gar nicht mehr aus dem Hand legen konnte. Es war wie ein Rausch, die Verstrickungen , Intrigen und unerwarteten Wendungen ließen mein Herz vor Aufregung klopfen. Bei einigen Situationen konnte ich die Tränen nicht zurück halten oder musste vor Freude lächeln . Die Charaktere sind liebevoll, detailliert und realistisch ausgearbeitet, mit allen Facetten von sympathisch, herzlich und liebenswert bis unheimlich und skrupellos. Eindrucksvoll und erschreckend realistisch sind die Lebensumstände der ärmeren Bevölkerung in Berlin dargestellt, der Willkür von Vermietern und Arbeitgebern ausgesetzt. Wer sich zur Wehr setzt, hat mit dramatischen Konsequenzen zu rechnen. Im Gegensatz zur gehobenen Gesellschaftsschicht, in der auch der Adel eine große Role einnimmt, die in prächtigen Villen ihr sorgloses Leben genießen . Auch wenn der ein oder andere als Gönner darstellt, ist es doch meist mit Hintergedanken und dient zum eigenen Vorteil. Hervorragende recherchiert zeichnet Beate Sauer ein absolut authentisches und lebendiges Bild der Zeit. So wird Geschichte lebendig und beim Lesen lerne ich immer noch etwas dazu. Im Nachwort geht die Autorin nochmals auf die historischen Fakten ein, was ich zusätzlich immer sehr spannend finde. Beate Sauer hat mich mit dieser großartigen Geschichte auf eine spannende und gefühlvolle Zeitreise nach Berlin entführt, mich in die Gefühle, Träume und Visionen aber auch in die tiefen Abgründe , Intrigen und Verbrechen der Personen gezogen . Ein absolutes Lesehighlight, welches ich von ganzem Herzen empfehle.
Beschreibung
Deutsches Kaiserreich um 1890: Die junge Elise träumt davon, sich als Schneiderin einen Namen zu machen und erreicht es, in einem renommierten Modeatelier angestellt zu werden. Die krassen sozialen Ungerechtigkeiten sind in Berlin unübersehbar. Elise kann sie nicht gutheißen, nimmt sie aber als unabänderlich hin. Bis sie den Architekten Johann kennenlernt, der um genossenschaftliches Bauen kämpft. Die beiden verlieben sich ineinander. Als ein Schicksalsschlag Johann davon abhält, den Wohnungsbau selbst voranzutreiben, werden seine Pläne fortan zu ihren. Sie will eine Heimat für bedürftige Menschen schaffen. Dieses Ziel verfolgt sie trotz ihrer skrupellosen und zu allem entschlossenen Gegnerin, Baronin von Rienäcker, die Elise das Liebste zu nehmen droht – ihre und Johanns kleine Tochter.
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Beate Sauer studierte katholische Theologie und Philosophie und absolvierte danach eine journalistische Ausbildung. Dabei wurde ihr klar, dass ihr Herz noch viel mehr für selbst ausgedachte Geschichten schlägt. Mit ihren historischen Romanen und Kriminalromanen hat sie bereits eine große Fangemeinde erobert. Nach ihrer erfolgreichen Fernsehschwestern-Saga bei Heyne kommt nun ihr großer neuer Roman über den Kampf gegen den Mietwohnungsmangel Ende des 19. Jahrhunderts.
Beiträge
Ich liebs, wenn Frauen auch mal die „bösen“ sind
Und in diesem Buch ist die Rolle des skrupellosen, vermögenden Menschen, der manipuliert, unterdrückt, quält und tötet (oder eben töten lässt) von einer Frau besetzt. Ich schätze es sehr, wenn in Büchern starke Frauen die Hauptrollen spielen und sie ihre Stärke nicht nutzen, um einem Mann zu gefallen. Sondern wenn sie ihre Weiblichkeit und die Tatsache wegen ihres Geschlechts unterschätzt zu werden, zu ihrem Vorteil nutzen. Die Baronin hat eine wirklich schwere Vergangenheit. Ihre Herkunft ist erklärt ein wenig, wieso sie so skrupellos handelt. Dabei ist ihre Raffinesse bewundernswert und ihr finanzieller Erfolg beeindruckend. Dass ihr zunächst einmal nicht mal ein schädlicher Ruf anhaftet ebenso. Und dabei agiert sie wirklich durch und durch strategisch, berechnend und überaus böse. Elises Entwicklung macht Freude beim Lesen. Von der eher schüchternen jungen Frau zu einer selbstbewussten jungen Dame, die für ihre Liebsten und später für Gerechtigkeit eintritt war die Entwicklung insgesamt sehr stimmig. Dass auch ihre Mutter sich dem Kampf gegen „oben“ anschließt kam etwas überraschend. Aber irgendwie musste die Geschichte ja auch „rund“ werden. Die Männer sind, bei aller Wichtigkeit, eher Nebensache. Eine Liebesgeschichte gehört wohl in jeden Roman, die Bedeutung ehrlicher, tiefer Freundschaft ist hier aber deutlich im Vordergrund. Natürlich geht’s auch hier nicht ohne glückliche Zufälle, Verbindungen (heute nennt man es „Vit. B“) und Gönner. Wie im echten Leben. Mir gefiel das Buch ausgesprochen gut. Es ist angenehm zu lesen, am Ende erfolgt eine geschichtliche Einordnung (das schätze ich bei historischen Texten besonders) und an einem Tag hatte ich es durch. Eine wirklich runde Lektüre. Kurzweilig. Angenehm zu lesen und inhaltlich nicht zu flach.
Ein absolutes Lesehighlight ! Eindrucksvolle Geschichte um die Anfänge des Genossenschaftlichen Wohnungsbau
Mit ihrem historischem Roman,, Das Haus in Charlottenburg " nimmt die Autorin Beate Sauer den Leser mit auf eine spannende Zeitreise Ende des 19. Jahrhunderts nach Berlin. Mitten in die so schnell gewachsene Stadt, daß Wohnraum nicht nur äußerst knapp , sondern auch noch von den kargen Einkünften kaum bezahlbar ist. So leben viele Menschen auf kleinstem Raum und unter oft erbärmlichen Umständen. Zudem sind die Mieter der Willkür der geldgierigen Vermieter ausgeliefert , werden die Mieten grundlos erhöht oder man muß von heute auf morgen ausziehen, auch wenn der Vertrag eigentlich noch gültig wäre. Selbst wenn man ein eigenes kleines Grundstück sein eigen nennt, ist man nicht sicher, wenn ein Immobilienspekulant genau dort eine Mietskaserne für viele Menschen bauen will. So erging es auch Elise und ihrer Familie, als ihr Vater bei einem Unglück ums Leben kam. Seitdem wohnt sie mit ihrer Mutter und den zwei jüngeren Geschwistern Willy und Marie beengt in einem Mietshaus. Ihr Lohn als gelernte Schneiderin reicht so gerade für das Nötigste. Ihr großer Traum ist es , eines Tages bei einem renommierten Modeatelier zu arbeiten. Bis dahin ist sie der Schikane und Ausbeutung ihrer Chefin ausgesetzt. Auch der Architekt Johann kommt mit seinen Aufträgen nur so gerade eben über die Runden. Als er einen lukrativen Auftrag erhalten kann, lehnt er ihn ab. Denn eine Mietskaserne zu bauen, kann er mit seinem Gewissen nicht vereinbaren. Mit seinem Freund , dem Professor Louis D'Arnaud , der an der Charité tätig ist, hat er stattdessen ein genossenschaftliches Wohnprojekt. Mit potentiellen Geldgebern und den eigenen Anteilen der zukünftigen Bewohnern möchten sie bezahlbares , komfortables und sicheres Wohnen möglich machen. Das will Baronin Leonora von Rienäcker, Louis Mutter, aus eigenem Interesse auf jeden Fall verhindern und dafür ist ihr jeder Weg recht. Nachdem Elise und Johann mehrmals zufällig aufeinander treffen, entwickeln sich nicht nur zarte Gefühle, sondern auch eine wunderbare Freundschaft mit Louis, auch wenn sie aus so unterschiedlichen Gesellschaftsschichten stammen. Das Wohnprojekt fasziniert Elise von Beginn an, da sie nie wieder in ihrem Leben ihr Zuhause verlieren möchte. Mit Eifer und Elan lassen sich die Freunde auch bei Rückschlägen nicht von dieser Vision abbringen. Wird ihr Traum vom Genossenschaftlichen Wohnen in Erfüllung gehen und damit den Menschen sicheren und zugleich bezahlbaren Wohnraum bescheren ? Beate Sauer hat mich mit dieser Geschichte und ihrem hervorragend bildhaften Schreibstil von der ersten Seite an in den Bann gezogen. Die abwechslungsreichen Erzählperspektiven von Elise, Johann und auch Leonore von Rienäcker ließen mich tief in die Gedanken und Gefühle der Protagonisten eintauchen. Die Spannung wie es weitergeht steigerte sich mit jedem weiteren Kapitel, so daß ich das Buch gar nicht mehr aus dem Hand legen konnte. Es war wie ein Rausch, die Verstrickungen , Intrigen und unerwarteten Wendungen ließen mein Herz vor Aufregung klopfen. Bei einigen Situationen konnte ich die Tränen nicht zurück halten oder musste vor Freude lächeln . Die Charaktere sind liebevoll, detailliert und realistisch ausgearbeitet, mit allen Facetten von sympathisch, herzlich und liebenswert bis unheimlich und skrupellos. Eindrucksvoll und erschreckend realistisch sind die Lebensumstände der ärmeren Bevölkerung in Berlin dargestellt, der Willkür von Vermietern und Arbeitgebern ausgesetzt. Wer sich zur Wehr setzt, hat mit dramatischen Konsequenzen zu rechnen. Im Gegensatz zur gehobenen Gesellschaftsschicht, in der auch der Adel eine große Role einnimmt, die in prächtigen Villen ihr sorgloses Leben genießen . Auch wenn der ein oder andere als Gönner darstellt, ist es doch meist mit Hintergedanken und dient zum eigenen Vorteil. Hervorragende recherchiert zeichnet Beate Sauer ein absolut authentisches und lebendiges Bild der Zeit. So wird Geschichte lebendig und beim Lesen lerne ich immer noch etwas dazu. Im Nachwort geht die Autorin nochmals auf die historischen Fakten ein, was ich zusätzlich immer sehr spannend finde. Beate Sauer hat mich mit dieser großartigen Geschichte auf eine spannende und gefühlvolle Zeitreise nach Berlin entführt, mich in die Gefühle, Träume und Visionen aber auch in die tiefen Abgründe , Intrigen und Verbrechen der Personen gezogen . Ein absolutes Lesehighlight, welches ich von ganzem Herzen empfehle.





