Das Dekameron
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Beschreibung
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Olaf Martens, 1963 in Halle/Salle geboren, studierte Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) in Leipzig. Seit Ende der 1990er Jahre fertigt Olaf Martens Aufnahmen für PR- und Werbekampagnen internationaler Auftraggeber. Er schuf Bildreportagen und Fotobeiträge u.a. für: FAZ Magazin; Der Spiegel; Stern; Harpers Bazar; Focus; Die Welt; Art; Geo Spezial; Merian oder Wiener.
Beiträge
Das Decameron ist ein unbestreitbarer Meilenstein der Weltliteratur, der im Angesicht der Florentiner Pest ein faszinierendes Panorama menschlicher Schwächen und Stärken entfaltet. Die Rahmenhandlung, in der zehn junge Adlige sich in die Isolation begeben und zehn Tage lang Geschichten erzählen, bietet eine reizvolle Prämisse, die aber nicht vollends zur Geltung kommt. Einige dieser 100 Novellen sind überraschend modern, witzig und in ihrer Kühnheit erfrischend – insbesondere jene, die sich um Bauernschläue, Nonnenlisten oder die Frivolitäten des Klerus drehen. Sie beweisen, dass Themen wie Betrug, Liebe und menschliche Dummheit zeitlos sind und auch heute noch kurzweilige Unterhaltung bieten. Allerdings leidet die Sammlung unter einem spürbaren Ungleichgewicht. Trotz der thematischen Vielfalt gibt es Passagen und ganze Tage, an denen sich die Erzählungen merklich ziehen, die Themen sich zu wiederholen scheinen und die sprachliche Eleganz zu einer gewissen Monotonie verkommt. Dies kann für moderne Lesende, die nicht explizit literaturgeschichtlich interessiert sind, eine Herausforderung darstellen und den Lesefluss bremsen. Das Decameron bleibt ein historisch und kulturell unverzichtbares Werk aber die Leseerfahrung ist für mich zu durchwachsen, um es besser zu bewerten.
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Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Olaf Martens, 1963 in Halle/Salle geboren, studierte Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) in Leipzig. Seit Ende der 1990er Jahre fertigt Olaf Martens Aufnahmen für PR- und Werbekampagnen internationaler Auftraggeber. Er schuf Bildreportagen und Fotobeiträge u.a. für: FAZ Magazin; Der Spiegel; Stern; Harpers Bazar; Focus; Die Welt; Art; Geo Spezial; Merian oder Wiener.
Beiträge
Das Decameron ist ein unbestreitbarer Meilenstein der Weltliteratur, der im Angesicht der Florentiner Pest ein faszinierendes Panorama menschlicher Schwächen und Stärken entfaltet. Die Rahmenhandlung, in der zehn junge Adlige sich in die Isolation begeben und zehn Tage lang Geschichten erzählen, bietet eine reizvolle Prämisse, die aber nicht vollends zur Geltung kommt. Einige dieser 100 Novellen sind überraschend modern, witzig und in ihrer Kühnheit erfrischend – insbesondere jene, die sich um Bauernschläue, Nonnenlisten oder die Frivolitäten des Klerus drehen. Sie beweisen, dass Themen wie Betrug, Liebe und menschliche Dummheit zeitlos sind und auch heute noch kurzweilige Unterhaltung bieten. Allerdings leidet die Sammlung unter einem spürbaren Ungleichgewicht. Trotz der thematischen Vielfalt gibt es Passagen und ganze Tage, an denen sich die Erzählungen merklich ziehen, die Themen sich zu wiederholen scheinen und die sprachliche Eleganz zu einer gewissen Monotonie verkommt. Dies kann für moderne Lesende, die nicht explizit literaturgeschichtlich interessiert sind, eine Herausforderung darstellen und den Lesefluss bremsen. Das Decameron bleibt ein historisch und kulturell unverzichtbares Werk aber die Leseerfahrung ist für mich zu durchwachsen, um es besser zu bewerten.




