Das Auswärtige Amt und die Kolonien

Das Auswärtige Amt und die Kolonien

von
Hardcover
5.01

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Beschreibung

NEUE PERSPEKTIVEN AUF DIE DEUTSCHE KOLONIALGESCHICHTE

Die eigene Zeit als Kolonialmacht sei im Vergleich mit Ländern wie Frankreich oder Großbritannien kurz und relativ unproblematisch gewesen: So sah man es hierzulande lange. Doch das war ein Irrtum. Heute steht die deutsche koloniale Vergangenheit zu Recht im Zentrum kontrovers geführter Debatten über das koloniale Erbe in einer globalen Welt. Dieses Buch beleuchtet mit dem Auswärtigen Amt einen zentralen Akteur des deutschen Kolonialismus und spannt den Bogen vom Deutschen Kaiserreich bis weit ins 20. Jahrhundert hinein. Dabei richtet sich der Blick nicht nur auf Deutschland, sondern auch in die betroffenen Gesellschaften Afrikas, Asiens und Ozeaniens.

Mit dem Versailler Vertrag von 1919 endete die formale deutsche Kolonialherrschaft. Doch koloniales Denken lebte in der Mitte der deutschen Ge sellschaft fort so auch im Auswärtigen Amt, dem eine Mitverantwortung für Gewalt und Verbrechen in den deutschen Kolonien zukommt. Die Folgen seines Handelns sind noch bis in unsere Gegenwart spürbar. In der Zeit der NS-Diktatur verbanden sich nationalkonservative, monarchistische und antirepublikanische Haltungen im Auswärtigen Amt mit den expansionistischen und rassistischen Zielen des Nationalsozialismus. Ab 1949 prägten Indifferenz und Ignoranz, Passivität und Relativierung die bundesdeutsche Politik gegenüber den ehemaligen Kolonien im globalen Süden. Heute ist das Amt maßgeblich an Verhandlungen über Restitution und Wiedergutmachung beteiligt. Zudem wird es von einer diverser gewordenen deutschen Gesellschaft mit Fragen zur kolonialen Vergangenheit konfrontiert. Aus Gründen der historischen Gerechtigkeit, aber auch angesichts einer veränderten Weltlage muss sich das Amt seiner eigenen Kolonialgeschichte stellen.

Das Auswärtige Amt und sein koloniales Erbe erstmals aufgearbeitet Die deutsche Kolonialgeschichte wird derzeit stark debattiert Die deutschen Kolonialverbrechen sind immer noch zu wenig bekannt Neue Perspektiven für eine postkoloniale Zeit Die Autor:innen kommen aus Deutschland und aus den ehemaligen Kolonien

Buchinformationen

Haupt-Genre
Fachbücher
Sub-Genre
Geschichte & Archäologie
Format
Hardcover
Seitenzahl
592
Preis
37.10 €

Beiträge

1
Alle
5

Aufarbeitung der kolonialen Vergangenheit aus Sicht des Auswärtigen Amtes🖋️

Das Buch beschäftigt sich intensiv mit der Geschichte der ehemaligen deutschen Kolonien und dem Kolonialismus. Es besteht aus verschiedenen wissenschaftlichen Beiträgen aus aller Welt, die die Rolle des Auswärtigen Amtes in der kolonialen und postkolonialen Welt beleuchten. Sie zeigen, wie eine Verwaltungsstruktur auf Bundesebene mit Themen wie Ausbeutung, Genozid und Rassismus, aber auch später mit Wiedergutmachung und möglicher Erinnerungskultur umgegangen ist und bis heute umgeht. Aus persönlicher Sicht ist das ein toller Beitrag, der zeigt, dass Politik nicht immer auf einen einzelnen entscheidungstragenden Akteur zurückzuführen ist, sondern das Ergebnis eines Geflechts aus mehreren Faktoren ist. Gerade hier fehlt es der Politik jedoch oftmals noch an einer richtigen Aufarbeitung der kolonialen Vergangenheit. Da das Buch offensichtlich für den akademischen Bereich und nicht für Laien geschrieben wurde, kann ich es aufgrund des Sprachgebrauchs und der erforderlichen historischen Kenntnisse nur bedingt empfehlen.

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