Dann sind wir Helden

Dann sind wir Helden

Hardcover
3.32
Udo LindenbergFdjDdrPopmusik

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Beschreibung

Welche Rolle spielte der Rock’n’Roll im Kalten Krieg? Welche Botschaften schmuggelten die Songs von Ost nach West (und zurück)? Brachte die Popmusik am Ende die Berliner Mauer zu Fall? Ein aufregendes, großteils unbekanntes Stück deutscher Kulturgeschichte wird in diesem Buch zum ersten Mal beleuchtet: der musikalische Austausch, der in den 70ern und 80ern zwischen DDR und BRD hin- und herging. Um den „Sonderzug nach Pankow“, die Westauftritte von City und Karat und die illegalen Ostkonzerte der Toten Hosen herum blühte ein reger Grenzverkehr, der von Geld, Strategie und Propaganda handelte – und vom Kampf um Freiheit.

«Die Geschichte, wie wir die ersten Löcher in die Mauer reinsagen – endlich hat sie jemand aufgeschrieben.» Udo Lindenberg

«Some of the most interesting German writing of late.» The Times Literary Supplement

Buchinformationen

Haupt-Genre
Fachbücher
Sub-Genre
Gesellschaft & Sozialwissenschaften
Format
Hardcover
Seitenzahl
416
Preis
26.80 €

Autorenbeschreibung

Joachim Hentschel, Jahrgang 1969, hat als Journalist und Autor für zahlreiche Print-, Online- und Rundfunkmedien gearbeitet. Seine Beiträge erschienen unter anderem in der Süddeutschen Zeitung, in Rolling Stone, Wired, GQ, Vanity Fair, Der Spiegel und Business Punk, waren im Deutschlandfunk und auf Arte zu hören und zu sehen. In seinem Buch «Zu geil für diese Welt» (2018) beschäftigte er sich mit der Kultur der 90er-Jahre und den Folgen der Wiedervereinigung. Er lebt in Berlin.

Beiträge

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Alle
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Das Buch bietet ein umfangreiches Bild des deutsch- deutschen Kulturaustausches

Wie eng Musik und Politik zusammenhängen, zeigt der Journalist Joachim Hentschel in seinem Buch „Dann sind wir Helden“. Dabei wird die sich ständig ändernde Kulturpolitik des Zentralkomitees der DDR, die mal lockerer, mal schärfer ausfällt, deutlich, sowie Entwicklungen des deutsch-deutschen Musikaustauschs deutlich. Dieser veränderte sich in den 70er und 80er Jahren stark, gerade im Bereich der Pop- und Rockmusik: Ostdeutsche Bands und Musiker*innen wie Puhdys, Pankow und City gingen auf Tour in die BRD, und Udo Lindenberg oder Peter Maffays spielten in der DDR. Der Autor sucht das Gespräch mit Zeitzeug*innen, die neben zahlreichen Liedzitaten in das Buch einfließen und die Wahrnehmungen der Künstler*innen, Agent*innen, Politiker*innen oder anderen Personen aus der Musikbranche verdeutlichen. Auf dieser persönlichen Ebene geht Hentschel in die Tiefe, beschreibt neben biografischen Details ausführlich Ereignisse und Reaktionen und vermittelt so einen Eindruck der herrschenden Atmosphäre und Entwicklungen. Er geht auf die Hintergründe der Kulturpolitik und deren Ziele ein, wie auch entscheidende Persönlichkeiten oder Institutionen, z.B. wie die Stasi oder das DDR-Kulturministerium. Da sich der Autor in der Struktur des Buches an Bands, Musiker*innen oder Sänger*innen orientiert, gibt es wiederholt zeitliche Sprünge und Wechsel, die es mir schwer gemacht haben, Ereignisse chronologisch einzuordnen und Parallelen oder Zusammenhänge klar zu begreifen. Durch alle Facetten, die denen Hentschel sich widmet, gelingt es ihm, ein umfassendes Bild des deutsch-deutschen Kulturaustausches zu zeichnen und konnte auch mich, die die meisten der Bands und Sänger*innen nicht kannte, abzuholen.

Das Buch bietet ein umfangreiches Bild des deutsch- deutschen Kulturaustausches
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