Commissario Gaetano und der lügende Fisch

Commissario Gaetano und der lügende Fisch

E-Book
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Beschreibung

In Neapel mordet nicht nur die Camorra Die Neapolitaner feiern ihren Heiligen San Gennaro. Während in den engen Gässchen das Leben tobt, wird Commissario Salvatore Gaetano an den Schauplatz eines brutalen Mordes gerufen. In einem Appartamento mitten im Centro Storico sitzt ein Mann ohne Kopf – enthauptet wie Neapels Stadtpatron. Was steckt dahinter: Mafiafehde, Beziehungstat oder doch ein Ritualmord? Statt sich von vorgefertigten Meinungen lenken zu lassen, vertraut Gaetano lieber auf sein sensibles Gespür für die Bewohner und die Geheimnisse der Stadt. Doch der Mörder bleibt ihm immer einen Schritt voraus. Lesen Sie auch die anderen Neapel-Krimis von Fabio Nola! Alle Bände der Reihe können unabhängig voneinander gelesen werden. Band 1: Commissario Gaetano und der lügende Fisch Band 2: Commissario Gaetano und das letzte Abendmahl Band 3: Commissario Gaetano und die Tränen des Vesuvs

Buchinformationen

Haupt-Genre
Krimis
Sub-Genre
Polizei
Format
E-Book
Seitenzahl
528
Preis
9.99 €

Autorenbeschreibung

Fabio Nola ist das Pseudonym eines deutschen Historikers (*1982). Er hat in Neapel studiert und wohnte zusammen mit fünf neapolitanischen Jurastudenten mitten im wilden, bunten Centro Storico. Diese Zeit inspirierte ihn zu seiner Krimireihe um den grüblerischen Commissario Salvatore Gaetano.

Beiträge

15
Alle
3.5

Das Cover des Buches fand ich sehr gelungen und hat mich daher direkt angesprochen. Auch das Setting fand ich sehr gut umgesetzt, durch die vielen Umschreibungen konnte ich mich gut in die Umgebung hineinversetzen und die Stimmung der Geschichte miterleben. Commissario Gaetano ist eine interessante Figur, die viel Potenzial für weitere Bände bietet. Besonders gefallen hat mir, dass auch Einblicke in sein Privatleben gewährt werden – solche persönlichen Facetten machen Charaktere für mich greifbarer. Dennoch bin ich mit ihm noch nicht richtig warm geworden, was bei einem Reihenauftakt allerdings auch nicht ungewöhnlich ist. Ich bin gespannt, wie er sich in den kommenden Bänden weiterentwickelt. Die Ermittlungen selbst empfand ich streckenweise als etwas langatmig. Erst gegen Ende gewinnt die Handlung an Tempo, wodurch auch die Spannung deutlich zunimmt. Der Schreibstil ist insgesamt sehr flüssig und angenehm zu lesen. Gelegentlich verliert sich der Autor jedoch zu sehr in Details, was das Leseerlebnis stellenweise etwas ausbremst. Alles in allem aber ein schöner Auftakt – vor allem das Setting und die Hauptfigur machen neugierig auf mehr.

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3

Rezensionsexemplar Während eines wichtigen Feiertags - Gedenktag des Schutzpatrons von Neapel, passiert ein grausamer Mord. Ein Mann mit dem Namen vom Schutzpatron, wird auf die gleiche Weise hingerichtet. Werden die Ermittler das Gespür für die neapolitanische Mentalität haben und den Mörder schnappen? Die Geschichte wird aus der Perspektive der Ermittler erzählt, zwischendurch erhält man kurze Einsichten in die Perspektive des Täters. Der Schreibstil ist sehr ausschweifend. Es gibt viele Beschreibungen und komische Metapher. Die Kapitel sind viel länger als gewöhnlich aber gut eingeteilt. Was wirklich überragend ist und das Buch von vielen anderen abhebt, ist die Authentizität der Charaktere. Die Personen sind so nah an der Realität beschrieben. Keiner kann 24/7 arbeiten, keiner hat ein großes Talent oder ist Hochintelligent, Polizisten trinken an Feiertagen und arbeiten dann mit einem Kater. Normale, durchschnittliche Menschen - wie jeder von uns. Die Handlung ist sehr in die Länge gezogen. Es gibt viele Ausschweifungen in das private Leben des Hauptermittlers. Manchmal waren diese sogar wichtiger als die Haupthandlung selbst. Ebenfalls war es schwer in die Geschichte reinzukommen und die Charaktere nachzuvollziehen. Dafür braucht man ein paar Hintergründe und das Gefühl für die italienische Mentalität. Was mir ebenfalls nicht gefallen hat - für mich war es zu viel Italienisch. Die Lösung mit dem Glossar am Ende ist suboptimal. Manche Wörter waren nicht gelistet und man hat umsonst sich mit dem Suchen abgelenkt. Als jemand der sich das Setting vorstellt, fand ich am schlimmsten, dass man kein Gericht übersetzt bzw. beschrieben hat. Und es kamen sehr viele italienische Gerichte vor. Zu langgezogen, zu unreif, zu speziell, zu italienisch. Muss jeder selbst entscheiden, wie viel Italien in einem steckt. Von mir jedoch keine Empfehlung.

4

Solider Auftakt

📚 Buchrezension ⭐️⭐️⭐️⭐️ „Commissario Gaetano und der lügende Fisch“ von Andrea di Stefano „Er roch Salbei, Benzin und Hundeschiss. All das war Neapel.“ Wenn der erste Satz schon so riecht, weißt du: Das hier wird kein gewöhnlicher Krimi. Zwischen Aberglaube und Alltagschaos, San Gennaro und Straßenkötern, taumelt Commissario Gaetano durch ein Neapel, das so authentisch ist, dass man glaubt, den Vespa-Lärm zu hören und den Espresso zu schmecken. 💀 Ein Turiner, der auf mysteriöse Weise ums Leben kommt – und plötzlich steht ein sturer, tiefgläubiger Neapolitaner im Fokus. Ein Krimi? Ja. Aber auch eine liebevolle, ironische Momentaufnahme einer Stadt, die an sich schon ein Krimi ist. Gaetano ist kein cooler Supercop. Er ist fehlbar, manchmal müde vom Leben – und gerade deshalb glaubwürdig. 📖 Der Fall selbst braucht ein bisschen, bis er in Gang kommt, aber im letzten Drittel? Da packt er dich. Wer schwarzen Humor mag, Lokalkolorit liebt und sich auf ein ungewöhnliches Ermittler-Debüt einlassen will – bitte sehr: Commissario Gaetano erwartet euch.

Solider Auftakt
4

Stimmungsvoll!

**** Mein Eindruck **** Die Atmosphäre und die Dialoge in diesem Buch sind genau nach meinem Geschmack: italienisch, leicht witzig und immer ein bisschen in Eile. Das Besondere an Neapel kommt hier wirklich gut rüber; das Fest kannte ich noch nicht, aber es ist das perfekte Setting für den Mord und die manchmal etwas unkoordinierten, aber stets bemühten Ermittlungen. Commissario Gaetano ist eine besondere Figur – dynamisch, abwechslungsreich und voller Charisma. Ich hatte viel Freude mit ihm in diesem Buch und freue mich jetzt schon auf weitere Fälle. Diese Reihe ist interessant und wirklich unterhaltsam. Ein Buch, das nicht zu leicht daherkommt, trotzdem zum Abschalten einlädt und mit einem flüssigen Erzählstil überzeugt. Für mich steckte es voller Leben, ich fühlte mich mittendrin. Übergroße Spannung kommt hier nicht auf, aber ich habe ein eher ruhigeres Ambiente erwartet und genau das bekommen, was ich suchte. Aufgrund der knapp 500 Seiten gab es dennoch einige Längen und der Fortschritt war teils etwas träge – insgesamt aber immer spaßig zu verfolgen. **** Empfehlung? ****
Wer einen stimmungsvollen Krimi mit italienischem Flair sucht, der eher cozy als thrilling ist, liegt hier genau richtig!

3

Wer hier einen cozy italienschen Krimi erwartet, liegt definitiv falsch. Es geht hart zur Sache in einem brutalen Mordfall und auch Neapel wird hier eher von seiner dreckigen und lauten Seite gezeigt. Die Thematik rund um den Heiligen San Gennaro war grundsätzlich sehr interessant und hat die Historie von Neapel gut abgelichtet. Commissario Geatano ist ein bissiger Typ, der leider für mich nicht mit Sympathie punkten kann. Zu viel eigene Familiengeschichte gepaart mit arroganten Ansätzen und einer gewissen „Abgebrühtheit“ ließen mich nicht mit ihm warm werden. Es gab für mich einige Längen in der Geschichte, sodass die Spannung des Öfteren abgeflaut ist. Die Sicht des Täters fand ich sehr spannend, da hätte ich noch gerne mehr gelesen. Die Ermittlungen zu dem Mordfall waren etwas konfus und nicht alle Gegebenheiten konnte ich nachvollziehen. Der Schreibstil ist flüssig und sehr bildhaft, wenn sich auch manchmal in Details verloren wird. Auch die vielen italienischen Ausdrücke nehmen etwas Überhand. Grundsätzlich total gut das einzubinden, aber es waren einfach zu viele, sodass ich das Glossar am Ende des Buches dann kaum noch genutzt habe und eher drüber hinweg gelesen habe. Am Ende nimmt das Ganze spannungsmäßig noch wieder Fahrt auf. Gute Ansätze, zu wenig Spannung, ein schwieriger Protagonist, viel Lokalkolorit, ein interessantes und historisches Neapel. Insgesamt also ein solider Reihenauftakt mit Luft nach oben.

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2

Ich habe das Buch nach 40% abgebrochen. Bis dahin hab ich mich mehr oder weniger durch das Buch gequält. Für mich verläuft die Geschichte viel zu zäh, zu wenig passiert, es plätschert so vor sich hin. Für mich hat das Buch innerhalb dieser knapp 150 Seiten leider nicht die Kurve genommen und ich habe mich dazu entschieden abzubrechen. Gefühlt schade um die Lesezeit.

4

❝Neapel ist ein Ort der Selbstjustiz, wir regeln das meiste untereinander. Manchmal glaube ich sogar, die Polizei macht alles nur noch schlimmer.❝ (Seite 332) Ianus Capuano wird während der Feierlichkeiten zum Gedenktag des Stadtpatrons San Gennaro in Neapel grausam ermordet aufgefunden. Enthauptet sitzt er an seinem Küchentisch, vor sich auf dem Tisch eine beachtliche Menge Geld. Der Verdacht, dass die Camorra dahinterstecken könnte, liegt nahe, doch Commissario Salvatore Gaetano weigert sich, an eine Beteiligung der Mafia zu glauben und nimmt die Ermittlungen auf - aber der Tätet scheint ihm dabei immer einen Schritt voraus. ➸ "Commissario Gaetano und der lügende Fisch" ist der erste Band von Fabio Nolas Krimireihe, die im Zentrum Süditaliens in Neapel spielt. Ich war schnell von der Geschichte gefesselt, die sich vor allem durch die fein gezeichneten Charaktere, den atmosphärischen Beschreibungen und die raffinierte Handlung auszeichnet. Auch der Plot passt gut zu dieser Stadt, in der die Emotionen schnell hochkochen können und deren Bewohner zum größten Teil sehr abergläubisch sind. Der Autor schreibt flüssig und bildhaft und man merkt ihm seine Ortskenntnis definitiv an, da er selbst für ein paar Jahre im bunten Centro Storico in Neapel studiert hat.
Seine lebendigen Einblicke in die Stadt und deren Geschichte sind stetig spürbar und auch das Napulitano (die eigene Sprache Neapels), das er durch die verwendeten Worte immer wieder einstreut, gibt der Story ein besonderes Flair. Die Atmosphäre ist dicht und, neben den ausführlichen Dialogen, das klare Highlight der Story. Der Leser spürt die erdrückende Hitze in den Straßen und riecht den Duft von frischem, italienischem Gebäck, allerdings auch den Alltagsgestank der engen Gassen und die Geräuschkulisse der Stadt. Commissario Gaetano selbst erscheint über große Teile der Geschichte eher der Antiheld zu sein. Er trinkt regelmäßig, reagiert teilweise aufbrausend und cholerisch, wirkt oftmals oberflächlich und wenig empathisch, wenn es um private Familienkonflikte geht und pflegt eine sogenannte Hassliebe zu Neapel und seinen Bewohnern - wobei man als Leser, aller Widrigkeiten zum Trotz, doch eine gewisse Sympathie für ihn empfindet.
Zudem zeigen die Ermittlungsarbeiten von ihm und seinen Kollegen sehr viel Ähnlichkeit mit der Realität. Immer wieder geraten sie in Sackgassen, Spuren werden falsch gedeutet und Ermittlungsfehler passieren. Die Aufklärung des Mordes zieht sich hin und wird nicht mal eben innerhalb weniger Seiten gelöst. Das macht diesen Krimi jedoch in meinen Augen umso lebendiger, wie auch die involvierten Charaktere selbst. Fazit: "Commissario Gaetano und der lügende Fisch" ist ein bis zum Ende spannender Krimi mit viel Lokalkolorit und lebendigen Figuren.
Empfehlenswert für alle, die den Sommer mit viel italienischem Temperament und einer kleinen Protion Nervenkitzel genießen wollen.  

2

Meinung: Ich hatte bisher noch keinen italienischen Krimi gelesen – umso neugieriger war ich auf dieses Buch. Der Einstieg war für mich allerdings ziemlich holprig. Es hat eine ganze Weile gedauert, bis ich richtig in die Geschichte reingefunden habe. Dabei war die Grundidee eigentlich richtig spannend: Ein Mord in Neapel, ausgerechnet am Tag des Heiligen Gennaro – und dann heißt das Opfer auch noch Janus, also Januarius, also Gennaro! Das hatte was Symbolisches, fast schon Mystisches, und die Inszenierung des Mordes fand ich wirklich gelungen. Was mich leider zunehmend ausgebremst hat, war der Verlauf der Ermittlungen. Die Auflösung zog sich ewig hin, ohne wirklich Spannung aufzubauen. Stattdessen hatte ich das Gefühl, dass immer wieder falschen Spuren gefolgt wurde – besonders von Commissario Gaetano, der mir als Ermittler nicht ganz überzeugend erschien. Er wirkte eher passiv, und irgendwie kam da kein richtiger Drive rein. Auch mit den Figuren insgesamt wurde ich nicht warm. Sie blieben für mich ziemlich blass, ich konnte keine emotionale Verbindung aufbauen. Und ehrlich gesagt hat mich das viele Italienisch im Text eher gestört als bereichert – es hat mich immer wieder rausgerissen. Dazu kam noch, dass Gaetanos Privatleben sehr viel Raum eingenommen hat, was für mich die Spannung der Krimihandlung eher verwässert hat. Unterm Strich: Die Story hatte definitiv Potenzial, und die Grundidee war kreativ. Ich habe das Buch auch zu Ende gelesen, aber mitgerissen hat es mich leider nicht

3

Undefinierbar

Irgendwie hat mir das Buch gefallen, der Einblick ins Neapel und die Charaktere, gleichzeitig war es aber auch irgendwie sprunghaft und teilweise langweilig in meinen Augen.

5

Im Altstadtviertel Centro Storico wird Ianus Capuano enthauptet in seiner Wohnung gefunden. Kurz vor seinem Tod hat er Commissario Salvatore Gaetano um Hilfe gebeten, da sich eine unbekannte Person regelmäßig Zugang in seine Wohnung verschafft. Die Polizei hat die Angst des Mannes auf die leichte Schulter genommen und nun ist er tot. Ermordet. Die Ermittlungen bringen Dinge ans Licht, die besser verborgen geblieben wären, denn der Turiner war nicht der Mann für den ihn alle gehalten haben... "Commissario Gaetano und der lügende Fisch" ist der Auftakt der Reihe. Im Frühjahr 2026 wird ein weiterer Band erscheinen. An Commissario Salvatore Gaetano musste ich mich erstmal gewöhnen, mittlerweile habe ich ihn lieb gewonnen. Ein Mann mit Ecken und Kanten, der das Herz am rechten Fleck hat. Der Kriminalfall ist genial konstruiert - von Anfang an spannend und unvorhersehbar. Ich konnte das Buch nur schwer aus der Hand legen. Auf viele weite Bände mit Commissario Salvatore Gaetano ❤️

3.5

Schon der Einstieg verspricht einen Krimi, der mitten ins pulsierende Herz Neapels führt: Während die Stadt den Heiligen San Gennaro feiert und die Gassen vor Leben beinahe überquellen, wird Commissario Salvatore Gaetano zu einem grausamen Tatort gerufen. Ein enthaupteter Mann, vom Kopf fehlt jede Spur – ein Bild, das sofort die Frage aufwirft: steckt die Camorra dahinter, eine persönliche Vendetta oder ein morbides Ritual, das viel tiefer in der Geschichte der Stadt wurzelt? Der Fall entwickelt sich zu einem verschlungenen Puzzle aus Familiendramen, alten Wunden und neuen Spuren. Kurios, spannend und angenehm komplex setzt Nola verschiedene Hinweise so zusammen, dass man selbst munter miträtselt – und nicht selten genauso frustriert auf eine Sackgasse starrt wie der Commissario. Die Ermittlungsarbeit wirkt wohltuend realistisch: kein Hollywood-Glamour, keine Wunder-Erkenntnisse durch zufällige Geistesblitze, sondern Fehldeutungen, Umwege und langsame Annäherung an die Wahrheit. Die Auflösung ist stimmig und solide, wenn auch nicht der ganz große Überraschungsmoment. Besonders stark ist das Buch dort, wo es sein zweites Herz offenbart: Neapel selbst. Der Lokalkolorit ist so angenehm und unangestrengt in die Geschichte verwoben, dass man sich fast fühlt, als würde man mit dem Autor auf seinen Streifzügen durch seine ehemalige WG-Heimat mitlaufen. Fabio Nola ist Historiker – das merkt man sofort. Mit leichter Hand erzählt er von der Geschichte der Stadt, ihrem Glauben, ihren kulturellen Eigenheiten und ihren Widersprüchen. Seine Liebe zu Neapel schimmert auf jeder Seite durch, ohne die Schattenseiten auszublenden. Es ist dieses ehrliche Porträt, das zeigt, warum viele Menschen die Stadt entweder leidenschaftlich lieben oder kopfschüttelnd meiden. Und dann ist da noch die kulinarische Komponente: Die Gerichte, die Düfte, die beschriebenen Köstlichkeiten – man hat praktisch permanent Appetit. Die Beschreibungen fallen einem regelrecht aus dem Buch entgegen und verleihen der Geschichte eine sinnliche, warme Schicht, die ich sehr genossen habe. Die Figuren sind klar erkennbar und gut gezeichnet. Besonders der Gerichtsmediziner hat sich als sympathischer Sidekick in mein Herz gemogelt. Auch das Ensemble an Nebenfiguren besitzt jeweils eigene Konturen und trägt stimmig zur Atmosphäre bei. Mit Commissario Gaetano selbst hingegen bin ich bis zum Schluss nicht richtig warm geworden. Er hat zwar eine eigene dramatische Familien-Backgroundstory, die mal etwas anderes war und ihm zusätzliche Tiefe verleiht – aber seine Art ist hier und da etwas ruppig, impulsiv und nicht immer nachvollziehbar emotional. „Vom alten Schlag“ trifft es wohl am besten. Ein kleiner persönlicher Zusatz: Ich bin überhaupt erst durch eine Lesung auf dieses Buch gestoßen, und Fabio Nola (übrigens ein Pseudonym) war dort unglaublich sympathisch. Seine Begeisterung für Neapel, seine Geschichten und die Entstehung des Buches waren so mitreißend, dass ich direkt zugreifen musste – und ja, seine Lesungen sind absolut empfehlenswert. Fazit: Ein atmosphärischer Auftakt zu einer neuen Italien-Krimireihe, der besonders durch seine authentische Stadtschilderung, seine realistische Ermittlungsarbeit und die neapolitanische Lebensfülle punktet. Der Fall selbst überzeugt, wenn auch ohne große Überraschung, und die Figuren tragen das Geschehen souverän. Für mich ein guter, stimmungsvoller Start – mit Luft nach oben, aber einer klaren Empfehlung für alle, die Neapel literarisch erleben möchten.

4

Authentisch

Butter bei die Fische - das Buch ist nicht perfekt. Es hat Längen, ist gerade am Anfang eher abschweifend, um die Figuren, die Familie und alles einzuführen, aber auch das echte Neapel einzufangen. Genau das macht das Buch aus. Es ist authentisch. Keine perfekten Ermittler, die durch Zufall auf die Lösung stoßen, keine romantische Beschönigung (auch wenn ich es in der Stadt manchmal vermisst habe). Leicht sexistisch, witzig und spannend. Kein Highlight, aber ein Krimi, den man gut lesen kann.

4

Nach der Leseprobe hatte ich noch Zweifel, ob der Autor wirklich den Flair von Neapel richtig rüberbringen kann. Das Buch hat mich dann aber eines besseren Belehrt. Neapel wird sehr gut beschrieben und auch die Mentalität. Das Klischee der Polizeiarbeit und deren Motivaton wurde auch sehr gut getroffen. Außerdem wurde die Kluft zwischen Nord- und Süditalien sehr offensichtlich dargestellt. Mit den Charakteren habe ich etwas gebraucht bis ich mich mit ihnen angefreundet habe. Commissario Gaetano fand ich zum Beispiel am Anfang sehr unsympathisch und habe mich auch nach der Leseprobe wirklich gefragt, ob ich seine Art wirklich ein ganzes Buch ertragen will. Der grobe Rohbau der Geschichte war mir eigentlich schon nach der Leseprobe klar und es hat viel spaß gemacht zu sehen wie das Haus dann zu Ende gebaut wird. Ich freue mich auch schon sehr auf den zweiten Band und bin gespannt wie es mit Gaetano, Carla und Anillo weitergeht!

0.5

schlimmstes schrecklichstes kackbuch

das war das eckligste und schlimmste und schlechteste buch welches ich je mit meinem auge erfasst habe. der autor war bei einer vorlesung in unserer schule er ist komisch und hat uns von allem außer seinem buch erzählt. NICHT LESEN!! sehr bildliche beschreibungen hab ihm vier chancen gegeben (wollte es nicht abbrechen) aber hat mich jedes mal enttäuscht. musste es letztendlich abbrechen weil es unzumutbar wurde. hatte viel zu viele unnötige nebenhandlungen. handlung generell war auch scheiße. aber no front er hat sich safe voll mühe gegeben 🫶🏻💕🥰😘❤️💗💕💖💓💞💝💘🥰😘❤️

3

Solide, aber nicht überzeugend Das Cover zeigt einen tollen Blick auf Neapel. Dort wird der Heilige Gennaro gefeiert, um den sich viele Mythen ranken, der gestorben ist, weil er für Neapel seinen Kopf gegeben hat. Commissario Gaetano und die restlichen Mitarbeiter der Questura haben an diesen Tagen viel Arbeit und feiern auch selber kräftig. Iannus Caputano, aus Turin, bittet ihn um Hilfe. Verhält sich merkwürdig und wird auch nicht so ganz ernst genommen. Und genau dieser Caputano wird am nächsten Tag enthauptet in seiner Wohnung gefunden. Welch eine Übereinstimmung. Es beginnt eine Ermittlung, die geprägt ist von persönlichen Befindlichkeiten der ermittelnden Personen, der Fehde zwischen Turin und Neapel, ein Krebstod, der vielleicht doch ein Mord war. Dazu viele Eindrücke von Neapel, die dem Autor wirklich gut gelungen sind und die für eine ziemlich genaue Vorstellung von dieser Stadt sorgen. Und trotzdem konnte ich keinen richtigen Zugang zu den Personen finden. Es fehlte mir etwas der rote Faden und die persönlichen Probleme des Commissario haben die Handlung zu oft unterbrochen. Ein Pluspunkt ist auf jeden Fall das Ende, in dem doch alles anders ist als gedacht. Von mir gibt es daher drei Sterne.

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