Chimäre
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Beschreibung
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Geboren 1989 in Bad Ischl, aufgewachsen dies- und jenseits der Schweizer-österreichischen Grenze. Sie studierte Germanistik und Philosophie. Ihre Lyrik und Prosa wurden vielfach ausgezeichnet. Mit ihrem Romandebüt "Greta und Jannis. Vor acht oder in einhundert Jahren" (2021) stand sie auf der Shortlist für den Literaturpreis Text & Sprache 2022. Für ihren aktuellen Roman "Chimäre" erhielt sie den Kreationsbeitrag von Pro Helvetia.
Beiträge
"Sie will, wenn sie nicht einbricht, zu diesem Baum im See, zur Hälfte in der Luft. Halb Wasser, halb Wind, eine Chimäre, das will sie auch sein. Wenn sie auftaucht, ein Vogel. Absinkt, ein Fisch." Ein Buch, mal wie ein modernes Märchen, mal wie eine düstere Utopie. Erzählt aus der Sicht von Alice und Gregor. Alle Grenzen verschwimmen, nichts ist ganz klar. Sätze beginnen, verändern sich mittendrin, enden manchmal gar nicht. Lässt man sich ein auf diese Erzählweise, taucht man tief ein. Mal ins Wasser, mal in den Wind. Man riecht die Erde, sieht Pflanzen wuchern und versteht auch Teile des Erzählten nicht. Macht auch nichts. Richtig tief taucht man in die Verletzungen von Gregor und Alice ein. Spürt Gregors Schmerz durch den Missbrauch in der Kindheit, spürt die Zerrissenheit von Alice, die als Alois von der Mutter auf die Insel gebracht wurde, auf der es scheinbar nur männliche Wesen gibt. "Die Insel sei ein Ort der Vielfalt, ja, der Pflanzen, bei den Menschen hier ist Vielfalt fehl am Platz." Obwohl oft der Text so wage bleibt, so lyrisch und poetisch, werden doch so viele Themen angesprochen. Umweltschutz und Katastrophen, Pflanzen die geschützt und wieder vermehrt werden müssen, Ausgrenzung von Völkern, Queerness und wie schön es ist ein Herz zu lieben und nicht körperliche Merkmale. Selten habe ich ein Buch gelesen, in dem die Fantasie so angeregt wird, ich versunken bin in Bäumen, Pflanzen, Federn und Wasser. Für mich auch eine Liebesgeschichte und eine Hommage an die Natur und die Einzigartigkeit jedes Lebewesens und Individuums. Große Leseempfehlung für alle, die das Besondere lieben! Apropos besonders. Als erstes war mir das Cover ins Auge gefallen. Es ziert ein Bild von Odilon Redon: Hommage an Goya.
Beschreibung
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Geboren 1989 in Bad Ischl, aufgewachsen dies- und jenseits der Schweizer-österreichischen Grenze. Sie studierte Germanistik und Philosophie. Ihre Lyrik und Prosa wurden vielfach ausgezeichnet. Mit ihrem Romandebüt "Greta und Jannis. Vor acht oder in einhundert Jahren" (2021) stand sie auf der Shortlist für den Literaturpreis Text & Sprache 2022. Für ihren aktuellen Roman "Chimäre" erhielt sie den Kreationsbeitrag von Pro Helvetia.
Beiträge
"Sie will, wenn sie nicht einbricht, zu diesem Baum im See, zur Hälfte in der Luft. Halb Wasser, halb Wind, eine Chimäre, das will sie auch sein. Wenn sie auftaucht, ein Vogel. Absinkt, ein Fisch." Ein Buch, mal wie ein modernes Märchen, mal wie eine düstere Utopie. Erzählt aus der Sicht von Alice und Gregor. Alle Grenzen verschwimmen, nichts ist ganz klar. Sätze beginnen, verändern sich mittendrin, enden manchmal gar nicht. Lässt man sich ein auf diese Erzählweise, taucht man tief ein. Mal ins Wasser, mal in den Wind. Man riecht die Erde, sieht Pflanzen wuchern und versteht auch Teile des Erzählten nicht. Macht auch nichts. Richtig tief taucht man in die Verletzungen von Gregor und Alice ein. Spürt Gregors Schmerz durch den Missbrauch in der Kindheit, spürt die Zerrissenheit von Alice, die als Alois von der Mutter auf die Insel gebracht wurde, auf der es scheinbar nur männliche Wesen gibt. "Die Insel sei ein Ort der Vielfalt, ja, der Pflanzen, bei den Menschen hier ist Vielfalt fehl am Platz." Obwohl oft der Text so wage bleibt, so lyrisch und poetisch, werden doch so viele Themen angesprochen. Umweltschutz und Katastrophen, Pflanzen die geschützt und wieder vermehrt werden müssen, Ausgrenzung von Völkern, Queerness und wie schön es ist ein Herz zu lieben und nicht körperliche Merkmale. Selten habe ich ein Buch gelesen, in dem die Fantasie so angeregt wird, ich versunken bin in Bäumen, Pflanzen, Federn und Wasser. Für mich auch eine Liebesgeschichte und eine Hommage an die Natur und die Einzigartigkeit jedes Lebewesens und Individuums. Große Leseempfehlung für alle, die das Besondere lieben! Apropos besonders. Als erstes war mir das Cover ins Auge gefallen. Es ziert ein Bild von Odilon Redon: Hommage an Goya.






