Carmilla: A Pomegranate Vintage Vampire Edition
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Beschreibung
Buchinformationen
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I love my sapphic gothic novels. Of course the story is predictable and if a man would write this story today I'm certain it would be claimed as problematic. And let's be honest, it really has a lot of problematic aspects.The demonisation of lesbians (as if it is a coincidence that the clearly lesbian women is the "villian" of the story)That a man has written it (it is always a bit dodgy to me when men write about lesbians)The (typical) huge age gap<spoiler> That Camilla and Laura are related </spoiler>But ngl I still loved the gothic atmosphere and that it at least has a lesbian character (even if she's a girl killing vampire)!!
"You must come with me, loving me, to death; or else hate me and still come with me and hating me through death and after." "Love will have its sacrifices. No sacrifice without blood." Warum sind Vampire und Vampirgeschichten so beliebt? Was macht diese Faszination aus? Carmilla gilt (neben Polidoris "Der Vampyr") als die erste Vampirgeschichte bzw. als der erste Vampir/Vampirin wie wir sie heute kennen (mit ein paar Ausnahmen wie Sonnenlicht etc.) und wie sie massenweise in anderen Büchern, Filmen, Serien etc. verwendet wurden. Die Faszination kann man durch diese Kurzgeschichte vielleicht ein wenig nachvollziehen. Liebe die über den Tod hinausgeht, ist eine kitschige Vorstellung an die viele gerne glauben möchten. Eine Vereinigung im sogenannten Himmel ist allerdings ziemlich abstrakt, außerdem gibt/gab es keine Garantie dass man es in den Himmel schafft. Da ist ein ewiges Leben nach dem Tod in körperlicher Form auf unserer Erde schon viel greifbarer. Aber das wäre ja zu schön um wahr zu sein, außerdem wäre so etwas ja unchristlich, da wir doch alle in den Himmel kommen möchten, also muss es hier ja irgendwo einen Haken geben. Dieser Haken manifestiert sich in der Gestalt des Vampirs der nicht leben kann ohne andere zu töten bzw. der alle die er liebt mit in sein verfluchtes Dasein nehmen muss. Er will jeden den er liebt besitzen und muss ihn mit in den Tod bzw. in das Leben nach dem Tod nehmen. Das ist zumindest eine Interpretation. Carmilla sagt bspw. zu Laura dass sie mit ihr kommen muss, selbst wenn sie sie nicht mehr lieben sondern hassen wird. Laura ist von Carmillas Liebesbekundungen und Zärtlichkeiten sowohl angezogen, erregt als auch abgeschreckt und angeekelt. Zum einen natürlich weil Carmilla ein Vampir ist und sie das wohl instinktiv spürt, man kann es aber auch so deuten, dass Laura von ihrer eigenen homosexuellen Seite erregt und abgestoßen ist. Schließlich darf so etwas ja nicht sein und ist "unnatürlich". Ich bin ja generell ein Liebhaber der schwarzen Romantik, aber le Fanus Schreibstil hat mich besonders begeistert. Die Romantik ist ganz klar da, aber nicht so überschwänglich und übertrieben wie der gute E.T.A. Hoffmann das gerne macht, sondern subtil und wunderschön poetisch. Zumindest wurde mein Geschmack voll und ganz getroffen. Der Stil hat einfach hervorragend zu der romantisch-düsteren Geschichte gepasst. Laura erlebt am Ende schließlich ein Trauma, das sie nie ganz verarbeiten kann. Vordergründig weil sie sich in ein Monster, einen Vampir verliebt hat, die/der ihren Tod wollte, hintergründig wohl eher weil sie sich in eine Frau verliebt hat und lesbische Liebe zu dieser Zeit nicht sein durfte. Interessant dass le Fanu damals mit der Begründung durch kam, dass es sich bei Carmilla ja um einen Vampir handelt und sie damit streng genommen nicht-menschlich und ungeschlechtlich ist, hier somit also keine homosexuelle Beziehung vorliegt. Aus meiner Sicht ist die Interpretation relativ offensichtlich, aber letztendlich interpretiert man wohl auch immer das hinein was man denken möchte. "But dreams come through stone walls, light up dark rooms, or darken light ones, and their persons make their exits and their entrances as they please, and laugh at locksmiths."
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I love my sapphic gothic novels. Of course the story is predictable and if a man would write this story today I'm certain it would be claimed as problematic. And let's be honest, it really has a lot of problematic aspects.The demonisation of lesbians (as if it is a coincidence that the clearly lesbian women is the "villian" of the story)That a man has written it (it is always a bit dodgy to me when men write about lesbians)The (typical) huge age gap<spoiler> That Camilla and Laura are related </spoiler>But ngl I still loved the gothic atmosphere and that it at least has a lesbian character (even if she's a girl killing vampire)!!
"You must come with me, loving me, to death; or else hate me and still come with me and hating me through death and after." "Love will have its sacrifices. No sacrifice without blood." Warum sind Vampire und Vampirgeschichten so beliebt? Was macht diese Faszination aus? Carmilla gilt (neben Polidoris "Der Vampyr") als die erste Vampirgeschichte bzw. als der erste Vampir/Vampirin wie wir sie heute kennen (mit ein paar Ausnahmen wie Sonnenlicht etc.) und wie sie massenweise in anderen Büchern, Filmen, Serien etc. verwendet wurden. Die Faszination kann man durch diese Kurzgeschichte vielleicht ein wenig nachvollziehen. Liebe die über den Tod hinausgeht, ist eine kitschige Vorstellung an die viele gerne glauben möchten. Eine Vereinigung im sogenannten Himmel ist allerdings ziemlich abstrakt, außerdem gibt/gab es keine Garantie dass man es in den Himmel schafft. Da ist ein ewiges Leben nach dem Tod in körperlicher Form auf unserer Erde schon viel greifbarer. Aber das wäre ja zu schön um wahr zu sein, außerdem wäre so etwas ja unchristlich, da wir doch alle in den Himmel kommen möchten, also muss es hier ja irgendwo einen Haken geben. Dieser Haken manifestiert sich in der Gestalt des Vampirs der nicht leben kann ohne andere zu töten bzw. der alle die er liebt mit in sein verfluchtes Dasein nehmen muss. Er will jeden den er liebt besitzen und muss ihn mit in den Tod bzw. in das Leben nach dem Tod nehmen. Das ist zumindest eine Interpretation. Carmilla sagt bspw. zu Laura dass sie mit ihr kommen muss, selbst wenn sie sie nicht mehr lieben sondern hassen wird. Laura ist von Carmillas Liebesbekundungen und Zärtlichkeiten sowohl angezogen, erregt als auch abgeschreckt und angeekelt. Zum einen natürlich weil Carmilla ein Vampir ist und sie das wohl instinktiv spürt, man kann es aber auch so deuten, dass Laura von ihrer eigenen homosexuellen Seite erregt und abgestoßen ist. Schließlich darf so etwas ja nicht sein und ist "unnatürlich". Ich bin ja generell ein Liebhaber der schwarzen Romantik, aber le Fanus Schreibstil hat mich besonders begeistert. Die Romantik ist ganz klar da, aber nicht so überschwänglich und übertrieben wie der gute E.T.A. Hoffmann das gerne macht, sondern subtil und wunderschön poetisch. Zumindest wurde mein Geschmack voll und ganz getroffen. Der Stil hat einfach hervorragend zu der romantisch-düsteren Geschichte gepasst. Laura erlebt am Ende schließlich ein Trauma, das sie nie ganz verarbeiten kann. Vordergründig weil sie sich in ein Monster, einen Vampir verliebt hat, die/der ihren Tod wollte, hintergründig wohl eher weil sie sich in eine Frau verliebt hat und lesbische Liebe zu dieser Zeit nicht sein durfte. Interessant dass le Fanu damals mit der Begründung durch kam, dass es sich bei Carmilla ja um einen Vampir handelt und sie damit streng genommen nicht-menschlich und ungeschlechtlich ist, hier somit also keine homosexuelle Beziehung vorliegt. Aus meiner Sicht ist die Interpretation relativ offensichtlich, aber letztendlich interpretiert man wohl auch immer das hinein was man denken möchte. "But dreams come through stone walls, light up dark rooms, or darken light ones, and their persons make their exits and their entrances as they please, and laugh at locksmiths."





