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Beschreibung
Was ist falsch daran, Fragen zu stellen und nach Antworten zu suchen? Ayla Işik beschreibt den schwierigen Weg einer Muslimin, die sich den Glauben bewahren, aber den patriarchalen Gesetzen der Community nicht mehr unterordnen will. Ein Buch, das die innere Zerrissenheit muslimischer Frauen in Deutschland zeigt, das erklären, versöhnen und Mut machen will. Denn Freiheit und Gehorsam widersprechen sich.
Dies ist kein Buch über das Kopftuch und doch spielt es eine große Rolle, denn oft fangen die Probleme genau dann an, wenn es als Symbol der inneren Befreiung abgelegt wird.
Ayla Işik beschreibt ihren Weg aus dem engen Korsett der muslimischen Community hin zu einem selbstbestimmten Leben. Für Frauen, die nach Freiheit streben, heißt das nicht selten, auf die Kinder zu verzichten, von den Familien und der Gemeinschaft verurteilt zu werden und finanziell vor dem Nichts zu stehen, denn oft genug fehlen Berufsausbildung und somit die finanzielle Unabhängigkeit. Warum entscheidet sich eine Ehefrau und Mutter trotzdem für die Freiheit und gegen die soziale, religiöse und finanzielle Sicherheit? Ein Buch, das exemplarisch zeigt, wie schwierig und dennoch lohnend es ist, den eigenen Weg zu gehen.
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Ayla Işik, 1982 in einer deutschen Kleinstadt geboren, stammt aus einer religiösen Familie. Bis zu ihrem 33. Lebensjahr praktizierte sie pflichtbewusst ihre Religion, den Islam. Als sie anfing, kritische Fragen zu stellen und Verantwortung für ihr Leben zu übernehmen, begann eine schwierige Phase, die sie psychisch und physisch an ihre Grenzen brachte. Von ihrer Community ausgegrenzt, begann sie ein völlig neues Leben. Dies ist ihr erstes Buch.
Beiträge
Kein roter Faden
Der Einstieg fiel mir sehr schwer, ich musste es sogar unterbrechen und habe dazwischen ein anderes Buch lesen müssen. Die Autoren hat für mich keinen roten Faden, evt. weil es ihr Debütbuch ist. Am Anfang lässt man dem Leser keine eigenen Gedanken zu, es wir zu oft in die Zukunft geschaut, in der Zukunft viel zu oft „Rückblicken gesehen“ verwendet. Selber als Muslimin musste ich feststellen, dass die Autoren den Islam nicht verstanden hat. Zinsen (Hauskauf) waren kein Problem, wobei es im Islam zu den 7 schlimmsten Sünden zählt (Schuld muss beim Nehmer und Geber gleich sein- Notsituationen dürfen nicht ausgenutzt werden und sich daran profiliert werden). Es ist ihr möglich in der Ehe sich durch intensive Gespräche und Verabredungen in einen anderen Mann zu verlieben, aber es wird so dargestellt, als sei sie gefangen in der Ehe gewesen. Was mich jedoch am meisten nervt, dass sie zu keiner Zeit Verantwortung für ihr Handeln übernehmen möchte. Ihr Vater möchte nicht, dass sie so früh heiratet, sie muss sogar warten, aber für sie ist das schlimmste die Ehe, aber sie versucht durchgehend für ihre falsch getroffene Wahl andere (Community) die Schuld zu geben. Die Naivität der Hauptfigur regt mich ebenfalls auf, sie möchte ein Haus aber beschwert sich, warum ihr Mann dann soviel Arbeitet - aber sowas muss einem doch bewusst sein, wenn man selber nicht arbeitet, dass der Mann dann mehr machen muss. einer fast Vergewaltigung entgeht sie nur, weil ihre Freundin sie beschützt hat (Alkoholkonsum), die Ausnutzung vieler Männer muss sie hinnehmen, weil diese nicht bereit sind sich fest in einer Ehe zu binden. Der einzige der immer an ihrer Seite steht ist ihr Ehemann - dem das Kopftuch jedoch sehr wichtig. Die Autoren stellt das Kopftuch als Zünglein an der Waage für ihre Ehe - aber lässt ihren Mann komplett im schlechten Licht darstellen, als ihm die Chance zum Kompromiss zu lassen. Der erste Spaziergang ohne Kopftuch mit ihm war schlimm, aber warum hat man keinen zweiten/dritten/vierten etc. Unternommen? Man möchte die Hauptfigur einfach schütteln und ihr sagen.. mach die Augen auf und übernimm Verantwortung

Ein Werk wie eine geballte Ladung Wut, Schmerz, Leid, Frust und Trübsinn.
„Was es allerdings im religiösen Kontext braucht, wäre einerseits die Angst vor Sünde und Strafe loszulassen und sich andererseits die Frage zu stellen, ob religiöse Regeln und Bücher vielleicht nichts anderes sind als an Ort und Zeit gebundene Werke, durch die neues entstehen kann und entstehen muss?“ Als Ayla anfing zu ihren kritische Fragen Antworten zu suchen, kam ihr Hass, Verurteilung der Familie und die Ausgrenzung der muslimischen Community entgegen. Sie beschreibt ihren Werdegang als gefangene zwischen ‚Sicherheit und Freiheit‘, zwischen Liebe und Hass und zwischen das Wohl ihrer Kinder und das des eigenen Ichs. Ihr Vater wünschte sich für sie, bevor sie heiratet den Abschluss und eigene Wohnung. Doch Ayla wollte unbedingt den palästinäsischen Mann heiraten. Und dann wird sie plötzlich Mutter. Sie kannte alles nur nicht das Muttersein. Und als sie beschlossen hatte ihr Kopftuch abzulegen, war die Entscheidung, wie Salz in die Wunde streuen. Doch für ein Stück Freiheit, bedeutet es auch Schmerz und Ablehnung in Kauf zu nehmen. Schlussendlich stehen viele Fragen offen, vor allem aber was es bedeutet in engen Strukturen einer Gemeinschaft von orthodoxen Muslim_innen zu leben? Hier nur exemplarisch wie es mir während dem Lesen ging: Angst. Herzzerreißend. Traurig. Wütend. Beeindruckend. Spannend. Glücklich. Erleichtert. Gänsehaut. Seit sie sprechen kann, praktizierte Ayla Işik 33 Jahre lang streng den Islam. Geboren und muslimisch aufgewachsen in Deutschland beschreibt sie den realsten Herzschmerz, den es für einer orthodox-muslimischen Frau und Mutter geben kann. Für sie schien von Anfang an klar zu sein muslimisch leben und muslimisch heiraten zu wollen. Dies zeichnete sich bei ihrer ersten Ehe und die weiteren Beziehungen ab. Das sehr gute Verhältnis zu ihrer Mutter war wie ein Anker, wenn sich Sturm und Wellen in ihr verfingen, weil die Mama ihr immer wieder Hoffnung auf Besseres, auf Sicherheit, vor allem Hoffnung auf Freiheit gab. Als sie plötzlich Mutter wird, überkam dieses Gefühl sie, wie ein Schlag ins Gesicht. Sie wusste „wie Tochter, Schwester, Studentin und Freundin ging und ein wenig auch wie Ehefrau. Doch wie ging Mutter“? Es gibt da diesen Moment im Buch, der fast wie ein wacher, ehrlicher Moment nach dem ganzen Leiden und Ersticken im eigenen Atem wirkte, als Ayla dagegen ankämpft ihr Kopftuch abzulegen und das erste Mal nach Ewigkeiten die Luft und Freiheit spürt. „Es fühlt sich so wunderbar und echt an. Jede Frau, die dieses Gefühl verpasst, verpasst einen Augenblick der Dankbarkeit gegenüber dem Schöpfer, der Wind und Sonne erschaffen hat und Dankbarkeit dem Leben gegenüber.“ Mit einer unfassbaren Leichtsinnigkeit und einem angenehmen Ton des Schreibens wirkt dieses Werk wie eine geballte Ladung Wut, Schmerz, Leid, Frust und Trübsinn. Mich hat dieses Buch wachgerüttelt. Ayla schaffte es mich zum Weinen zu bringen. Aber nicht, weil ich Mitleid hatte, sondern weil sie es schaffte mit Worten Sätze zu bilden, die für viele muslimisch gläubige Menschen aus Angst und Scham schwer vorstellbar sind, auszusprechen. Und wenn ich ein Buch für immer in den Arm nehmen sollte, dann dieses von Ayla Işik. „Was wir Menschen endlich brauchen und was die Realität unserer Welt erfordert, ist die Akzeptanz von Vielfalt, denn ohne sie sind weder Menschen noch Generationen imstande, die großartige Schöpfung zu erkennen und Gott dankbar zu begegnen.“

Ayla Isik hat in ihrem Buch ein allgemein wichtiges Thema aufgenommen, das sie auch selbst betrifft. Ein Weg, der ziemlich große Steine bereithält: einerseits das Leben und die Ausführung ihres Glaubens, andererseits aber auch das „Ankommen im 21. Jahrhundert“, verbunden mit der Ablösung aus alten patriarchalen Gesetzen. Eingeflochten in Jahrtausend alten Regeln hat sie ihren persönlichen Alltag, das Aufwachsen in ihrer Familie. Der Umgang mit mehr Offenheit in der religiösen „Community“. Unterordnung, Gehorsam, Sitte und Strenge lassen sich mit Freiheit, eigenem Denken, Frau-Sein nicht verbinden. In ihrer Lebensgeschichte beschreibt sie ihren persönlichen Ausbruch und die damit verbundenen Probleme, dem Verstoß aus der Gemeinschaft. Nur um Freiheit zu erlangen. Eine Freiheit, die wir täglich leben dürfen und dennoch sind viele von uns permanent unzufrieden. Klar und ohne Blümchen beschreibt die Autorin ihre innere Zerrissenheit, ihre Gefühle und ihren Drang, ihr Leben selbstbestimmt und frei zu leben! Ich konnte die Lektüre nicht in einem Rutsch lesen, musste mir immer wieder bewusst Zeit nehmen. Denn der Umgang und die Handlungen sind in meiner Lebenswelt natürlich nicht aktiv vorhanden, ich kenne solche Dinge in meinem Umfeld nicht. Daher hat mich vieles tief berührt, auch wegen der sehr respektvollen Sprache, die die Autorin gewählt hat. Ein bewegendes, berührendes Buch von einer sehr mutigen Frau! Meine Hochachtung! Absolute Leseempfehlung! Dies ist ein Buch, dass uns alle besser verstehen lässt!
„Was es allerdings im religiösen Kontext braucht, wäre einerseits die Angst vor Sünde und Strafe loszulassen und sich andererseits die Frage zu stellen, ob religiöse Regeln und Bücher vielleicht nichts anderes sind als an Ort und Zeit gebundene Werke, durch die neues entstehen kann und entstehen muss?“ Als Ayla anfing zu ihren kritische Fragen Antworten zu suchen, kam ihr Hass, Verurteilung der Familie und die Ausgrenzung der muslimischen Community entgegen. Sie beschreibt ihren Werdegang als gefangene zwischen ‚Sicherheit und Freiheit‘, zwischen Liebe und Hass und zwischen das Wohl ihrer Kinder und das des eigenen Ichs. Ihr Vater wünschte sich für sie, bevor sie heiratet den Abschluss und eigene Wohnung. Doch Ayla wollte unbedingt den palästinäsischen Mann heiraten. Und dann wird sie plötzlich Mutter. Sie kannte alles nur nicht das Muttersein. Und als sie beschlossen hatte ihr Kopftuch abzulegen, war die Entscheidung, wie Salz in die Wunde streuen. Doch für ein Stück Freiheit, bedeutet es auch Schmerz und Ablehnung in Kauf zu nehmen. Schlussendlich stehen viele Fragen offen, vor allem aber was es bedeutet in engen Strukturen einer Gemeinschaft von orthodoxen Muslim_innen zu leben? Hier nur exemplarisch wie es mir während dem Lesen ging: Angst. Herzzerreißend. Traurig. Wütend. Beeindruckend. Spannend. Glücklich. Erleichtert. Gänsehaut. Seit sie sprechen kann, praktizierte Ayla Işik 33 Jahre lang streng den Islam. Geboren und muslimisch aufgewachsen in Deutschland beschreibt sie den realsten Herzschmerz, den es für einer orthodox-muslimischen Frau und Mutter geben kann. Für sie schien von Anfang an klar zu sein muslimisch leben und muslimisch heiraten zu wollen. Dies zeichnete sich bei ihrer ersten Ehe und die weiteren Beziehungen ab. Das sehr gute Verhältnis zu ihrer Mutter war wie ein Anker, wenn sich Sturm und Wellen in ihr verfingen, weil die Mama ihr immer wieder Hoffnung auf Besseres, auf Sicherheit, vor allem Hoffnung auf Freiheit gab. Als sie plötzlich Mutter wird, überkam dieses Gefühl sie, wie ein Schlag ins Gesicht. Sie wusste „wie Tochter, Schwester, Studentin und Freundin ging und ein wenig auch wie Ehefrau. Doch wie ging Mutter“? Es gibt da diesen Moment im Buch, der fast wie ein wacher, ehrlicher Moment nach dem ganzen Leiden und Ersticken im eigenen Atem wirkte, als Ayla dagegen ankämpft ihr Kopftuch abzulegen und das erste Mal nach Ewigkeiten die Luft und Freiheit spürt. „Es fühlt sich so wunderbar und echt an. Jede Frau, die dieses Gefühl verpasst, verpasst einen Augenblick der Dankbarkeit gegenüber dem Schöpfer, der Wind und Sonne erschaffen hat und Dankbarkeit dem Leben gegenüber.“ Mit einer unfassbaren Leichtsinnigkeit und einem angenehmen Ton des Schreibens wirkt dieses Werk wie eine geballte Ladung Wut, Schmerz, Leid, Frust und Trübsinn. Mich hat dieses Buch wachgerüttelt. Ayla schaffte es mich zum Weinen zu bringen. Aber nicht, weil ich Mitleid hatte, sondern weil sie es schaffte mit Worten Sätze zu bilden, die für viele muslimisch gläubige Menschen aus Angst und Scham schwer vorstellbar sind, auszusprechen. Und wenn ich ein Buch für immer in den Arm nehmen sollte, dann dieses von Ayla Işik. „Was wir Menschen endlich brauchen und was die Realität unserer Welt erfordert, ist die Akzeptanz von Vielfalt, denn ohne sie sind weder Menschen noch Generationen imstande, die großartige Schöpfung zu erkennen und Gott dankbar zu begegnen.“
Beschreibung
Was ist falsch daran, Fragen zu stellen und nach Antworten zu suchen? Ayla Işik beschreibt den schwierigen Weg einer Muslimin, die sich den Glauben bewahren, aber den patriarchalen Gesetzen der Community nicht mehr unterordnen will. Ein Buch, das die innere Zerrissenheit muslimischer Frauen in Deutschland zeigt, das erklären, versöhnen und Mut machen will. Denn Freiheit und Gehorsam widersprechen sich.
Dies ist kein Buch über das Kopftuch und doch spielt es eine große Rolle, denn oft fangen die Probleme genau dann an, wenn es als Symbol der inneren Befreiung abgelegt wird.
Ayla Işik beschreibt ihren Weg aus dem engen Korsett der muslimischen Community hin zu einem selbstbestimmten Leben. Für Frauen, die nach Freiheit streben, heißt das nicht selten, auf die Kinder zu verzichten, von den Familien und der Gemeinschaft verurteilt zu werden und finanziell vor dem Nichts zu stehen, denn oft genug fehlen Berufsausbildung und somit die finanzielle Unabhängigkeit. Warum entscheidet sich eine Ehefrau und Mutter trotzdem für die Freiheit und gegen die soziale, religiöse und finanzielle Sicherheit? Ein Buch, das exemplarisch zeigt, wie schwierig und dennoch lohnend es ist, den eigenen Weg zu gehen.
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Ayla Işik, 1982 in einer deutschen Kleinstadt geboren, stammt aus einer religiösen Familie. Bis zu ihrem 33. Lebensjahr praktizierte sie pflichtbewusst ihre Religion, den Islam. Als sie anfing, kritische Fragen zu stellen und Verantwortung für ihr Leben zu übernehmen, begann eine schwierige Phase, die sie psychisch und physisch an ihre Grenzen brachte. Von ihrer Community ausgegrenzt, begann sie ein völlig neues Leben. Dies ist ihr erstes Buch.
Beiträge
Kein roter Faden
Der Einstieg fiel mir sehr schwer, ich musste es sogar unterbrechen und habe dazwischen ein anderes Buch lesen müssen. Die Autoren hat für mich keinen roten Faden, evt. weil es ihr Debütbuch ist. Am Anfang lässt man dem Leser keine eigenen Gedanken zu, es wir zu oft in die Zukunft geschaut, in der Zukunft viel zu oft „Rückblicken gesehen“ verwendet. Selber als Muslimin musste ich feststellen, dass die Autoren den Islam nicht verstanden hat. Zinsen (Hauskauf) waren kein Problem, wobei es im Islam zu den 7 schlimmsten Sünden zählt (Schuld muss beim Nehmer und Geber gleich sein- Notsituationen dürfen nicht ausgenutzt werden und sich daran profiliert werden). Es ist ihr möglich in der Ehe sich durch intensive Gespräche und Verabredungen in einen anderen Mann zu verlieben, aber es wird so dargestellt, als sei sie gefangen in der Ehe gewesen. Was mich jedoch am meisten nervt, dass sie zu keiner Zeit Verantwortung für ihr Handeln übernehmen möchte. Ihr Vater möchte nicht, dass sie so früh heiratet, sie muss sogar warten, aber für sie ist das schlimmste die Ehe, aber sie versucht durchgehend für ihre falsch getroffene Wahl andere (Community) die Schuld zu geben. Die Naivität der Hauptfigur regt mich ebenfalls auf, sie möchte ein Haus aber beschwert sich, warum ihr Mann dann soviel Arbeitet - aber sowas muss einem doch bewusst sein, wenn man selber nicht arbeitet, dass der Mann dann mehr machen muss. einer fast Vergewaltigung entgeht sie nur, weil ihre Freundin sie beschützt hat (Alkoholkonsum), die Ausnutzung vieler Männer muss sie hinnehmen, weil diese nicht bereit sind sich fest in einer Ehe zu binden. Der einzige der immer an ihrer Seite steht ist ihr Ehemann - dem das Kopftuch jedoch sehr wichtig. Die Autoren stellt das Kopftuch als Zünglein an der Waage für ihre Ehe - aber lässt ihren Mann komplett im schlechten Licht darstellen, als ihm die Chance zum Kompromiss zu lassen. Der erste Spaziergang ohne Kopftuch mit ihm war schlimm, aber warum hat man keinen zweiten/dritten/vierten etc. Unternommen? Man möchte die Hauptfigur einfach schütteln und ihr sagen.. mach die Augen auf und übernimm Verantwortung

Ein Werk wie eine geballte Ladung Wut, Schmerz, Leid, Frust und Trübsinn.
„Was es allerdings im religiösen Kontext braucht, wäre einerseits die Angst vor Sünde und Strafe loszulassen und sich andererseits die Frage zu stellen, ob religiöse Regeln und Bücher vielleicht nichts anderes sind als an Ort und Zeit gebundene Werke, durch die neues entstehen kann und entstehen muss?“ Als Ayla anfing zu ihren kritische Fragen Antworten zu suchen, kam ihr Hass, Verurteilung der Familie und die Ausgrenzung der muslimischen Community entgegen. Sie beschreibt ihren Werdegang als gefangene zwischen ‚Sicherheit und Freiheit‘, zwischen Liebe und Hass und zwischen das Wohl ihrer Kinder und das des eigenen Ichs. Ihr Vater wünschte sich für sie, bevor sie heiratet den Abschluss und eigene Wohnung. Doch Ayla wollte unbedingt den palästinäsischen Mann heiraten. Und dann wird sie plötzlich Mutter. Sie kannte alles nur nicht das Muttersein. Und als sie beschlossen hatte ihr Kopftuch abzulegen, war die Entscheidung, wie Salz in die Wunde streuen. Doch für ein Stück Freiheit, bedeutet es auch Schmerz und Ablehnung in Kauf zu nehmen. Schlussendlich stehen viele Fragen offen, vor allem aber was es bedeutet in engen Strukturen einer Gemeinschaft von orthodoxen Muslim_innen zu leben? Hier nur exemplarisch wie es mir während dem Lesen ging: Angst. Herzzerreißend. Traurig. Wütend. Beeindruckend. Spannend. Glücklich. Erleichtert. Gänsehaut. Seit sie sprechen kann, praktizierte Ayla Işik 33 Jahre lang streng den Islam. Geboren und muslimisch aufgewachsen in Deutschland beschreibt sie den realsten Herzschmerz, den es für einer orthodox-muslimischen Frau und Mutter geben kann. Für sie schien von Anfang an klar zu sein muslimisch leben und muslimisch heiraten zu wollen. Dies zeichnete sich bei ihrer ersten Ehe und die weiteren Beziehungen ab. Das sehr gute Verhältnis zu ihrer Mutter war wie ein Anker, wenn sich Sturm und Wellen in ihr verfingen, weil die Mama ihr immer wieder Hoffnung auf Besseres, auf Sicherheit, vor allem Hoffnung auf Freiheit gab. Als sie plötzlich Mutter wird, überkam dieses Gefühl sie, wie ein Schlag ins Gesicht. Sie wusste „wie Tochter, Schwester, Studentin und Freundin ging und ein wenig auch wie Ehefrau. Doch wie ging Mutter“? Es gibt da diesen Moment im Buch, der fast wie ein wacher, ehrlicher Moment nach dem ganzen Leiden und Ersticken im eigenen Atem wirkte, als Ayla dagegen ankämpft ihr Kopftuch abzulegen und das erste Mal nach Ewigkeiten die Luft und Freiheit spürt. „Es fühlt sich so wunderbar und echt an. Jede Frau, die dieses Gefühl verpasst, verpasst einen Augenblick der Dankbarkeit gegenüber dem Schöpfer, der Wind und Sonne erschaffen hat und Dankbarkeit dem Leben gegenüber.“ Mit einer unfassbaren Leichtsinnigkeit und einem angenehmen Ton des Schreibens wirkt dieses Werk wie eine geballte Ladung Wut, Schmerz, Leid, Frust und Trübsinn. Mich hat dieses Buch wachgerüttelt. Ayla schaffte es mich zum Weinen zu bringen. Aber nicht, weil ich Mitleid hatte, sondern weil sie es schaffte mit Worten Sätze zu bilden, die für viele muslimisch gläubige Menschen aus Angst und Scham schwer vorstellbar sind, auszusprechen. Und wenn ich ein Buch für immer in den Arm nehmen sollte, dann dieses von Ayla Işik. „Was wir Menschen endlich brauchen und was die Realität unserer Welt erfordert, ist die Akzeptanz von Vielfalt, denn ohne sie sind weder Menschen noch Generationen imstande, die großartige Schöpfung zu erkennen und Gott dankbar zu begegnen.“

Ayla Isik hat in ihrem Buch ein allgemein wichtiges Thema aufgenommen, das sie auch selbst betrifft. Ein Weg, der ziemlich große Steine bereithält: einerseits das Leben und die Ausführung ihres Glaubens, andererseits aber auch das „Ankommen im 21. Jahrhundert“, verbunden mit der Ablösung aus alten patriarchalen Gesetzen. Eingeflochten in Jahrtausend alten Regeln hat sie ihren persönlichen Alltag, das Aufwachsen in ihrer Familie. Der Umgang mit mehr Offenheit in der religiösen „Community“. Unterordnung, Gehorsam, Sitte und Strenge lassen sich mit Freiheit, eigenem Denken, Frau-Sein nicht verbinden. In ihrer Lebensgeschichte beschreibt sie ihren persönlichen Ausbruch und die damit verbundenen Probleme, dem Verstoß aus der Gemeinschaft. Nur um Freiheit zu erlangen. Eine Freiheit, die wir täglich leben dürfen und dennoch sind viele von uns permanent unzufrieden. Klar und ohne Blümchen beschreibt die Autorin ihre innere Zerrissenheit, ihre Gefühle und ihren Drang, ihr Leben selbstbestimmt und frei zu leben! Ich konnte die Lektüre nicht in einem Rutsch lesen, musste mir immer wieder bewusst Zeit nehmen. Denn der Umgang und die Handlungen sind in meiner Lebenswelt natürlich nicht aktiv vorhanden, ich kenne solche Dinge in meinem Umfeld nicht. Daher hat mich vieles tief berührt, auch wegen der sehr respektvollen Sprache, die die Autorin gewählt hat. Ein bewegendes, berührendes Buch von einer sehr mutigen Frau! Meine Hochachtung! Absolute Leseempfehlung! Dies ist ein Buch, dass uns alle besser verstehen lässt!
„Was es allerdings im religiösen Kontext braucht, wäre einerseits die Angst vor Sünde und Strafe loszulassen und sich andererseits die Frage zu stellen, ob religiöse Regeln und Bücher vielleicht nichts anderes sind als an Ort und Zeit gebundene Werke, durch die neues entstehen kann und entstehen muss?“ Als Ayla anfing zu ihren kritische Fragen Antworten zu suchen, kam ihr Hass, Verurteilung der Familie und die Ausgrenzung der muslimischen Community entgegen. Sie beschreibt ihren Werdegang als gefangene zwischen ‚Sicherheit und Freiheit‘, zwischen Liebe und Hass und zwischen das Wohl ihrer Kinder und das des eigenen Ichs. Ihr Vater wünschte sich für sie, bevor sie heiratet den Abschluss und eigene Wohnung. Doch Ayla wollte unbedingt den palästinäsischen Mann heiraten. Und dann wird sie plötzlich Mutter. Sie kannte alles nur nicht das Muttersein. Und als sie beschlossen hatte ihr Kopftuch abzulegen, war die Entscheidung, wie Salz in die Wunde streuen. Doch für ein Stück Freiheit, bedeutet es auch Schmerz und Ablehnung in Kauf zu nehmen. Schlussendlich stehen viele Fragen offen, vor allem aber was es bedeutet in engen Strukturen einer Gemeinschaft von orthodoxen Muslim_innen zu leben? Hier nur exemplarisch wie es mir während dem Lesen ging: Angst. Herzzerreißend. Traurig. Wütend. Beeindruckend. Spannend. Glücklich. Erleichtert. Gänsehaut. Seit sie sprechen kann, praktizierte Ayla Işik 33 Jahre lang streng den Islam. Geboren und muslimisch aufgewachsen in Deutschland beschreibt sie den realsten Herzschmerz, den es für einer orthodox-muslimischen Frau und Mutter geben kann. Für sie schien von Anfang an klar zu sein muslimisch leben und muslimisch heiraten zu wollen. Dies zeichnete sich bei ihrer ersten Ehe und die weiteren Beziehungen ab. Das sehr gute Verhältnis zu ihrer Mutter war wie ein Anker, wenn sich Sturm und Wellen in ihr verfingen, weil die Mama ihr immer wieder Hoffnung auf Besseres, auf Sicherheit, vor allem Hoffnung auf Freiheit gab. Als sie plötzlich Mutter wird, überkam dieses Gefühl sie, wie ein Schlag ins Gesicht. Sie wusste „wie Tochter, Schwester, Studentin und Freundin ging und ein wenig auch wie Ehefrau. Doch wie ging Mutter“? Es gibt da diesen Moment im Buch, der fast wie ein wacher, ehrlicher Moment nach dem ganzen Leiden und Ersticken im eigenen Atem wirkte, als Ayla dagegen ankämpft ihr Kopftuch abzulegen und das erste Mal nach Ewigkeiten die Luft und Freiheit spürt. „Es fühlt sich so wunderbar und echt an. Jede Frau, die dieses Gefühl verpasst, verpasst einen Augenblick der Dankbarkeit gegenüber dem Schöpfer, der Wind und Sonne erschaffen hat und Dankbarkeit dem Leben gegenüber.“ Mit einer unfassbaren Leichtsinnigkeit und einem angenehmen Ton des Schreibens wirkt dieses Werk wie eine geballte Ladung Wut, Schmerz, Leid, Frust und Trübsinn. Mich hat dieses Buch wachgerüttelt. Ayla schaffte es mich zum Weinen zu bringen. Aber nicht, weil ich Mitleid hatte, sondern weil sie es schaffte mit Worten Sätze zu bilden, die für viele muslimisch gläubige Menschen aus Angst und Scham schwer vorstellbar sind, auszusprechen. Und wenn ich ein Buch für immer in den Arm nehmen sollte, dann dieses von Ayla Işik. „Was wir Menschen endlich brauchen und was die Realität unserer Welt erfordert, ist die Akzeptanz von Vielfalt, denn ohne sie sind weder Menschen noch Generationen imstande, die großartige Schöpfung zu erkennen und Gott dankbar zu begegnen.“







