BABES 3000
von Coco Putz
Taschenbuch
3.51
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Beschreibung
Yvonne und Miriam sind sechzehn und haben bereits das Gefühl, ihre Jugend nachholen zu müssen. Nach den Einschränkungen des Pandemiejahres 2020 kennen sie nur noch ein Ziel im Leben: keine Sekunde Langeweile. Ein glamouröser Lifestyle aber kostet Geld. Als Kinder vom Bahnhof Internet, die mit ungefragt geschickten Dick Pics aufgewachsen sind, wissen die Freundinnen genau, was ihr Kapital ist. Sie beginnen sich mit älteren Männern, »Daddys«, zu treffen. 3.000 Euro wollen sie mit ihrer Schülerinnenfirma der etwas anderen Art verdienen, dann soll Schluss sein.
In monströsen Zeiten wird das Buch selbst zum Monster. Inhaltlich und formal verstörend wird von Phänomenen erzählt, die man lieber verdrängen würde: Grauzonen der Prostitution Minderjähriger durch unregulierten Plattformkapitalismus, Jugendschutz und elterlicher Wahrnehmung entzogene Parallelgesellschaften in der digitalen Sphäre, die Erfahrung junger Menschen, während der Pandemie im Stich gelassen worden zu sein, neoliberaler Mindfuck. Der existenzielle Schmerz vieler Mitglieder der Gen Z erscheint im Text als Leerstelle, als ein schwarzes Loch, das auch ältere Lesende einsaugt, indem es Rezeptionsgewohnheiten und -sicherheiten aufkündigt: Ist »so was« überhaupt Literatur? Kann man »so was« noch Roman nennen? Ist »so was« legal? Was ist denn die Botschaft von »so was«? Was denkt sich die Verlegerin dabei, »so was« als Buch zu veröffentlichen? Ist »so was« nicht zu abgefuckt für eine junge Autorin? Ist das ihr richtiger Name, ist »so was« nicht naiv?
– Wer aber beim Lesen nicht bei der persönlichen Unbehaglichkeit stehenbleibt, sondern die eigenen Projektionen auf Figuren, Autorin und Verlegerin beobachtet und hinterfragt, wird vielleicht mehr für das Leben in der Gegenwart aus diesem Buch mitnehmen können als aus einem mustergültigen Werk der klassisch schönen Literatur.
Buchinformationen
Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
N/A
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
132
Preis
14.40 €
Beschreibung
Yvonne und Miriam sind sechzehn und haben bereits das Gefühl, ihre Jugend nachholen zu müssen. Nach den Einschränkungen des Pandemiejahres 2020 kennen sie nur noch ein Ziel im Leben: keine Sekunde Langeweile. Ein glamouröser Lifestyle aber kostet Geld. Als Kinder vom Bahnhof Internet, die mit ungefragt geschickten Dick Pics aufgewachsen sind, wissen die Freundinnen genau, was ihr Kapital ist. Sie beginnen sich mit älteren Männern, »Daddys«, zu treffen. 3.000 Euro wollen sie mit ihrer Schülerinnenfirma der etwas anderen Art verdienen, dann soll Schluss sein.
In monströsen Zeiten wird das Buch selbst zum Monster. Inhaltlich und formal verstörend wird von Phänomenen erzählt, die man lieber verdrängen würde: Grauzonen der Prostitution Minderjähriger durch unregulierten Plattformkapitalismus, Jugendschutz und elterlicher Wahrnehmung entzogene Parallelgesellschaften in der digitalen Sphäre, die Erfahrung junger Menschen, während der Pandemie im Stich gelassen worden zu sein, neoliberaler Mindfuck. Der existenzielle Schmerz vieler Mitglieder der Gen Z erscheint im Text als Leerstelle, als ein schwarzes Loch, das auch ältere Lesende einsaugt, indem es Rezeptionsgewohnheiten und -sicherheiten aufkündigt: Ist »so was« überhaupt Literatur? Kann man »so was« noch Roman nennen? Ist »so was« legal? Was ist denn die Botschaft von »so was«? Was denkt sich die Verlegerin dabei, »so was« als Buch zu veröffentlichen? Ist »so was« nicht zu abgefuckt für eine junge Autorin? Ist das ihr richtiger Name, ist »so was« nicht naiv?
– Wer aber beim Lesen nicht bei der persönlichen Unbehaglichkeit stehenbleibt, sondern die eigenen Projektionen auf Figuren, Autorin und Verlegerin beobachtet und hinterfragt, wird vielleicht mehr für das Leben in der Gegenwart aus diesem Buch mitnehmen können als aus einem mustergültigen Werk der klassisch schönen Literatur.
Buchinformationen
Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
N/A
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
132
Preis
14.40 €



