Arbeit, Dienst und Führung
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Beschreibung
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Nikolas Lelle arbeitet seit 2020 bei der Amadeu Antonio Stiftung als Projektleiter der Bildungs- und Aktionswochen gegen Antisemitismus. Zuvor promovierte er – nach einem Studium der Philosophie und Soziologie in Frankfurt am Main und Mainz – an der Humboldt Universität zu Berlin in der Sozialphilosophie. 2018 gab er zusammen mit Felix Axster den Band »›Deutsche Arbeit‹. Kritische Perspektiven auf ein ideologisches Selbstbild« (Wallstein Verlag) heraus.
Beiträge
Ihr bekommt maximale Wissenschaftlichkeit, bei minimaler sprachlicher Sperrigkeit.
„Arbeit, Dienst und Führung. Der Nationalsozialismus und sein Erbe“ stellt eine leicht gekürzte Fassung der sozialphilosophischen Dissertation von Nikolas Lelle dar. „Die Überhöhung von Arbeit verband sich mit der Idee, es gäbe eine besondere deutsche Beziehung zu Arbeit. Ihre Anfänge in der Reformation und ihre Geschichte im 19. Jahrhundert wurden beschrieben. Der Nationalsozialismus knüpfte an diese Geschichte an und radikalisierte sie. Er machte daraus ein politisches Programm und rechtfertige damit seine mörderische Praxis. Aber diese Idee ist mit dem Nationalsozialismus keineswegs verschwunden“ (S. 216). Das Buch ist in drei Teile gegliedert und endet mit einem Epilog. Der erste Teil dient zur geschichtlichen Einordnung und beleuchtet die NS-Arbeitsauffassung in Bezug auf den Topos „deutsche Arbeit“. Im zweiten Teil untersucht Nikolas Lelle, ob und wie sich dieser Topos in die Arbeitswelt implizieren lässt, dabei liegt das Augenmerk besonders auf der „Volksgemeinschaft“. Der dritte Teil beleuchtet die philosophische Frage, ob es durch die heutige Arbeitsauffassung ein Fortleben des Nationalsozialismus gibt. An dieser Stelle wird das Managementmodell „Harzburger Modell“ untersucht, welches zwischen 1955-1970 einen starken Einfluss auf die Unternehmensführung hatte. Entwickelt wurde dieses Modell von Reinhard Höhn. Höhn hat bereits im „Dritten Reich“ eine steile Karriere hinlegt. Am Ende des Buches bietet der Epilog sozialphilosophische Schlussfolgerungen aus der vorangegangen Untersuchung und skizziert eine kritische Theorie von Arbeit. „Solange man dient, nützt man. Doch hört man damit auf, und sei es auch nur angeblich, schadet man. Wer als faul gilt, schadet also der Gemeinschaft“ (S. 76). Diese Schlussfolgerung durchzieht das Buch wie einen roten Faden, am Ende landet der Autor bei unserer heutigen Sicht auf Arbeit und der Frage: Welchen Stellenwert hat Arbeit im eigenen Leben? Innerhalb der Lektüre bezieht sich Nikolas Lelle auf vielfältige Quellen, analysiert Schriften und nimmt verschiedene Blickwinkel in Augenschein. Diese Herangehensweise auf die Thematik hat mich immer weiter in den Lesefluss gezogen und am Ende wurde ich mit einer äußerst interessanten und herausstechenden Sicht auf unsere heutige Arbeitswelt belohnt! In diesem Sinne, eine echte Empfehlung, da „Arbeit, Dienst und Führung“ eine detailreiche Aufbereitung der Vergangenheit in Verbindung mit dem Topos „deutsche Arbeit“ bietet. Ihr bekommt maximale Wissenschaftlichkeit, bei minimaler sprachlicher Sperrigkeit.
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Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Nikolas Lelle arbeitet seit 2020 bei der Amadeu Antonio Stiftung als Projektleiter der Bildungs- und Aktionswochen gegen Antisemitismus. Zuvor promovierte er – nach einem Studium der Philosophie und Soziologie in Frankfurt am Main und Mainz – an der Humboldt Universität zu Berlin in der Sozialphilosophie. 2018 gab er zusammen mit Felix Axster den Band »›Deutsche Arbeit‹. Kritische Perspektiven auf ein ideologisches Selbstbild« (Wallstein Verlag) heraus.
Beiträge
Ihr bekommt maximale Wissenschaftlichkeit, bei minimaler sprachlicher Sperrigkeit.
„Arbeit, Dienst und Führung. Der Nationalsozialismus und sein Erbe“ stellt eine leicht gekürzte Fassung der sozialphilosophischen Dissertation von Nikolas Lelle dar. „Die Überhöhung von Arbeit verband sich mit der Idee, es gäbe eine besondere deutsche Beziehung zu Arbeit. Ihre Anfänge in der Reformation und ihre Geschichte im 19. Jahrhundert wurden beschrieben. Der Nationalsozialismus knüpfte an diese Geschichte an und radikalisierte sie. Er machte daraus ein politisches Programm und rechtfertige damit seine mörderische Praxis. Aber diese Idee ist mit dem Nationalsozialismus keineswegs verschwunden“ (S. 216). Das Buch ist in drei Teile gegliedert und endet mit einem Epilog. Der erste Teil dient zur geschichtlichen Einordnung und beleuchtet die NS-Arbeitsauffassung in Bezug auf den Topos „deutsche Arbeit“. Im zweiten Teil untersucht Nikolas Lelle, ob und wie sich dieser Topos in die Arbeitswelt implizieren lässt, dabei liegt das Augenmerk besonders auf der „Volksgemeinschaft“. Der dritte Teil beleuchtet die philosophische Frage, ob es durch die heutige Arbeitsauffassung ein Fortleben des Nationalsozialismus gibt. An dieser Stelle wird das Managementmodell „Harzburger Modell“ untersucht, welches zwischen 1955-1970 einen starken Einfluss auf die Unternehmensführung hatte. Entwickelt wurde dieses Modell von Reinhard Höhn. Höhn hat bereits im „Dritten Reich“ eine steile Karriere hinlegt. Am Ende des Buches bietet der Epilog sozialphilosophische Schlussfolgerungen aus der vorangegangen Untersuchung und skizziert eine kritische Theorie von Arbeit. „Solange man dient, nützt man. Doch hört man damit auf, und sei es auch nur angeblich, schadet man. Wer als faul gilt, schadet also der Gemeinschaft“ (S. 76). Diese Schlussfolgerung durchzieht das Buch wie einen roten Faden, am Ende landet der Autor bei unserer heutigen Sicht auf Arbeit und der Frage: Welchen Stellenwert hat Arbeit im eigenen Leben? Innerhalb der Lektüre bezieht sich Nikolas Lelle auf vielfältige Quellen, analysiert Schriften und nimmt verschiedene Blickwinkel in Augenschein. Diese Herangehensweise auf die Thematik hat mich immer weiter in den Lesefluss gezogen und am Ende wurde ich mit einer äußerst interessanten und herausstechenden Sicht auf unsere heutige Arbeitswelt belohnt! In diesem Sinne, eine echte Empfehlung, da „Arbeit, Dienst und Führung“ eine detailreiche Aufbereitung der Vergangenheit in Verbindung mit dem Topos „deutsche Arbeit“ bietet. Ihr bekommt maximale Wissenschaftlichkeit, bei minimaler sprachlicher Sperrigkeit.




