Als die Welt zum Stillstand kam
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Beschreibung
Buchinformationen
Beiträge
Ich habe das Buch jetzt seid langem mal wieder gelesen und finde es nach wie vor sehr gut aber auch erschreckend realistisch. Auch wenn Beamen (leider) noch nicht möglich ist, so zeigt das Buch doch sehr gut die positiven und negativen Aspekte davon auf. Genauso wie die Welt verkommt wenn plötzlich alles den Bach runter geht und wie aufgeschmissen wir dann alle sind. Ich kann es nur weiterempfehlen 👍🏼
Wer wünscht sich denn nicht öfters beamen zu können? Besonders wenn man schweißgebadet den Bahnsteig hochstürmt und die Bahn trotzdem nur noch nachwinken kann. Man könnte in null komma nichts ein fernes Land besuchen. Das wäre doch toll, nicht? Essen in China, arbeiten in Brasilien und abends zu Hause in Deutschland das Kind ins Bett bringen. Dies ist in diesem Roman zur absoluten Normalität geworden. Die so genannten Tore stehen alle zwei Meter rum und stehen der Bevölkerung kostenfrei zur Verfügung. Doch nicht nur Menschen werden gebeamt. Praktisch alles wir über die Tore, direkt zum Haushalt befördert: Wasser, Nahrung, Strom. Straßen und alte Leitungen verkümmern, denn sie werden nicht mehr gebraucht. Autos und Telefone wurden ebenfalls massenhaft geschrottet, denn auch ihren Nutzen ersetzten die Tore. Doch dann geschieht das Unfassbare: Das sonst so zuverlässige System hat einen Totalausfall. Alles futsch, nichts geht mehr. Kein Strom, kein Essen, kein Wasser, keine Müllbeseitigung und keine Möglichkeit mit anderen zu kommunizieren. Menschen hängen irgendwo in der Weltgeschichte fest, oder schlimmer noch, auf dem Mond, wo man alle schädlichen Fabriken und allgemein, was man nicht auf der Erde haben will, hinverfrachtet hat (oh und nach Kanada, und ich dachte immer nur die Amis hätten was gegen Kanada) Das Buch beginnt jedoch etwas früher. Man erhält einen Einblick in den Alltag der drei Hauptprotaginisten und erfährt, wie sie zueinander stehen. Wir hätten da Celie, die Tochter der Torerfinderin, die selbst aber in einer Anti-Tore Gemeinschaft lebt, Bernie, den Technikfreak, der unbedingt Tortechniker werden will und für den zwischenmenschliche Beziehungen unverständlich sind und Alex, ein Charmebolzen, der jedoch in Celie verliebt ist und Medizin studiert, obwohl er lieber etwas anderes machen würde. Die Perspektiven der drei wechseln sich immer wieder ab und zwischendurch werden bei Celies Kapiteln noch Auszüge aus dem Tagebuch ihrer Mutter präsentiert. Die Charaktere der drei Freunde sind sehr unterschiedlich, genauso die Situation, in denen sie nach dem Ausfall festhängen. Mir war vor allem Bernie sehr symphatisch, der im Laufe der Handlung wohl die größte Entwicklung durchmacht. Ich fand es auch gut, dass er und die anderen nicht gleich auf Kampf/Überlebensmodus schalten, und auch noch als alles den Bach runtergegangen ist, Bedenken und Zweifel haben um Nahrung oder Wasser zu kämpfen. In manchen Büchern verfallen die Protagonisten, die ja eigentlich so normal von nebenan wie nur möglich beschrieben werden, gleich nach den ersten drei Seiten in eine Art Terminatormodus. Was mir nicht so gut gefallen hat, war die allgemeine Reaktion der Bevölkerung unmittelbar nach dem Ausfall. Bereits eine halbe Stunde später ist die totale Panik ausgebrochen, es wird geplündert und gehamstert. Das ist als wenn wir, sobald der Strom eine Stunde weg ist, in den nächstbesten Supermarkt rennen und ihn ausräumen. Das fand ich doch übertrieben. Klar, die sind noch abhängiger von den Toren als wir vom Strom, aber woher sollen sie denn ohne Kommunikation wissen, dass es ein weltweiter Ausfall ist? Man würde in so einer Situation doch eher davon ausgehen, dass es regional ist, bez. schnell wieder behoben wird und nicht gleich schreiend durch die Gegend rennen und sich dabei gegenseitig übern' Haufen trampeln. Auch ein paar andere Kleinigkeiten, fand ich etwas unklar oder nicht nachvollziehbar. z.B Alex der kurzerhand, fest entschlossen und optimistisch aus Berlin losradelt um Celie zu finden ... in Irland! Ja klar ich latsch auch mal schnell nach Dublin, wenn ich Lust hab. So bis nach München würde ich das ja noch nachvollziehen können, in Anbetracht der Situation, aber Irland. Das ist eine Insel! Da ist Wassser dazwischen! Wenn man davon absieht ist das Buch aber gut ausgearbeitet, gerade was die spätere soziale Situation angeht. Man merkt die Autorin hat sich wirklich intensiv mit der ganzen Thematik Blackout beschäftigt, was sie in ihrem Nachwort auch nochmal genauer erläutert. Der Sprachstil ist soweit ganz gut, flüssig und angenehm zu Lesen. eine Besonderheit sind die Begriffe aus dem Sprachgebrauch dieser neuen Zeit, für die es auch ein Glossar gibt (was ich aber erst entdeckt hatte, als ich durch war), was ganz gut ist denn gerade am Anfang wird man von so einigen neuen Begriffen bombadiert. Fazit Das Buch hat eins, zwei kleinere Schwächen, bietet aber dennoch ein interessantes Setting und zeigt deutlich wie alles den Bach runter geht, wenn eine Sache von der so viel abhängt, einfach ausfällt. Auch wenn wir heute noch nicht beamen können, fühlte es sich doch überraschend realistisch an.
Kurzbeschreibung: Unsere Urgroßeltern wissen noch genau, was sie am 22. November 1963 taten, als sie die Nachricht vom Tod John F. Kennedys hörten. Unsere Großeltern sind die Bilder der brennenden Türme des World Trade Center vom 11. September 2001 unauslöschlich ins Gedächtnis gebrannt. Und wir können nicht vergessen, was geschah, als am 14. Juli 2036 das Tornetz ausfiel und unsere Welt auseinanderbrach wie ein gigantischer Eisberg. Aber anders als bei allen Katastrophen zuvor wusste diesmal niemand, wie groß der Schaden wirklich war. Denn es gab keine außenstehenden Betrachter. Jeder einzelne Mensch auf der Welt war betroffen. Zur Autorin: Gabi Neumayer, geboren 1962, lebt in Bergheim bei Köln und ist Autorin, Lektorin und Chefredakteurin des Autorennewsletters The Tempest. Sie hat bereits viele Kinderbücher veröffentlicht, unter anderem Science-Fiction-Geschichten, englische Lernkrimis, Bilderbücher und Sachbücher. Als die Welt zum Stillstand kam ist ihr erster Jugendroman. Rezension: Die Welt im Jahr 2036: Die Freunde Celie, Bernie und Alex genießen den Luxus, sich an alle erdenklichen Orte auf der Welt zu beamen. Dank des Tornetzes, einer Erfindung von Celies Eltern Jenna und Felix im Jahr 2021, kann jedermann einmal kurz am anderen Ende der Welt seine Mittagspause genießen, einkaufen oder Essen gehen. Doch plötzlich fällt das gesamte Tornetz aus und somit auch die Strom- und Wasserzufuhr und Internetverbindungen, die ebenfalls über die Tore gespeist wurden. Auf einmal steht die Welt Kopf und die drei Freunde sind mittendrin, doch jeder an einem anderen Punkt der Erde. Werden sie herausfinden können, was es mit dem Ausfall der Tore und auch dem mysteriösen Tod von Celies Mutter auf sich hat? Und wie wird es auf der Welt weitergehen? Gabi Neumayer hat sich mit Als die Welt zum Stillstand kam an eine Dystopie gewagt, die sich in keinster Weise vor anderen Büchern dieses Genres verstecken muss. Ganz im Gegenteil! Ich empfand den Roman beim Lesen als weitaus vielschichtiger und tiefergehend als so manch anderes Buch dieser Rubrik, von denen ich nun schon einige gelesen habe. Die drei Hauptcharaktere Celie, Bernie und Alex sind sehr unterschiedlich. Ihre jeweiligen Perspektiven werden von Gabi Neumayer detailliert erzählt, so dass beim Lesen keinerlei Langeweile aufkommt. Auch kommt die verstorbene Mutter Celies, Jenna, anhand ihrer Tagebucheintragungen öfter zu Wort und somit erhält der Leser Einblick in die Entstehung des Tornetzes. Celie war mir anfangs etwas unsympathisch durch ihre reservierte Art, doch legte sich das schnell, da sie dafür einen guten Grund hatte. Da sie in einer Mobilen-Kommune Unterschlupf gefunden hat, die sich von Beginn an gegen das Tornetz aussprach, möchte sie hier unerkannt bleiben, lebt unter falschem Namen und will nicht zuviel Nähe zu fremden Personen aufbauen. Bernie und Alex sind zwei Jugendliche, die Sympathie erwecken. Alex ist immer hilfsbereit, nicht nur in seinem Beruf als Pfleger in einer Klinik. Bernie ist der Technikfreak, der sich für alles Elektronische zu begeistern weiß und hierfür einiges an Talent aufzubieten hat. Sehr spannend empfand ich die abwechselnde Schilderung aus allen drei Perspektiven, hin und wieder unterbrochen von Jennas Tagebucheinträgen und anderen Geschehnissen auf der Welt. Dass es nach dem Ausfall der Tornetze zu Gewalt unter den Menschen kommt ist klar, es kommen hier einige Szenen im Buch vor, die recht happig sind, aber nie zu detailliert beschrieben wurden, so dass die jugendliche Zielgruppe damit gut zurechtkommt. Gabi Neumayer versteht es in ihrem Roman sehr gut, diese Zukunftswelt zu schildern und authentisch wirken zu lassen. Ich konnte mir beim Lesen wirklich lebhaft vorstellen, wie es in dieser beschriebenen Zukunft zugehen muss und hoffe nicht, dass so etwas jemals eintreten wird. Denn so schön, wie sich die Erfindung des Tornetzes anhört, umso abhängiger wird der Mensch doch von Maschinen. Und dieser Umstand, der bereits heute schon leichte Anzeichen anhand mancher Abhängigkeit zum Internet oder Handy bereits bei einigen Menschen gang und gäbe ist, macht diese Zukunftsvision noch einen Tick glaubhafter, was mich doch schon etwas schaudern lässt. Ich kann Als die Welt zum Stillstand kam nur wärmstens empfehlen an alle interessierten Leser von Dystopien und (erschreckenden) Zukunftsvisionen. Ein Buch, das man durchaus gelesen haben sollte, da es nicht nur durch Gewalt sondern eher durch leise und aufrüttelnde Töne zu überzeugen weiß. Ein anhängendes Glossar mit Schlagworten aus dem Roman und ein sehr interessantes Nachwort beweist, wie viel Gabi Neumayer an diesem Thema liegt. Fazit: Als die Welt zum Stillstand kam bietet ein überzeugendes und erschreckendes Zukunftsszenario, das hoffentlich so nie eintreffen wird. Man merkt, dass Gabi Neumayer sehr viel Herzblut in ihren Roman hineingelegt und jede Menge fundierte Recherchen betrieben hat. Absolute Leseempfehlung!
Beschreibung
Buchinformationen
Beiträge
Ich habe das Buch jetzt seid langem mal wieder gelesen und finde es nach wie vor sehr gut aber auch erschreckend realistisch. Auch wenn Beamen (leider) noch nicht möglich ist, so zeigt das Buch doch sehr gut die positiven und negativen Aspekte davon auf. Genauso wie die Welt verkommt wenn plötzlich alles den Bach runter geht und wie aufgeschmissen wir dann alle sind. Ich kann es nur weiterempfehlen 👍🏼
Wer wünscht sich denn nicht öfters beamen zu können? Besonders wenn man schweißgebadet den Bahnsteig hochstürmt und die Bahn trotzdem nur noch nachwinken kann. Man könnte in null komma nichts ein fernes Land besuchen. Das wäre doch toll, nicht? Essen in China, arbeiten in Brasilien und abends zu Hause in Deutschland das Kind ins Bett bringen. Dies ist in diesem Roman zur absoluten Normalität geworden. Die so genannten Tore stehen alle zwei Meter rum und stehen der Bevölkerung kostenfrei zur Verfügung. Doch nicht nur Menschen werden gebeamt. Praktisch alles wir über die Tore, direkt zum Haushalt befördert: Wasser, Nahrung, Strom. Straßen und alte Leitungen verkümmern, denn sie werden nicht mehr gebraucht. Autos und Telefone wurden ebenfalls massenhaft geschrottet, denn auch ihren Nutzen ersetzten die Tore. Doch dann geschieht das Unfassbare: Das sonst so zuverlässige System hat einen Totalausfall. Alles futsch, nichts geht mehr. Kein Strom, kein Essen, kein Wasser, keine Müllbeseitigung und keine Möglichkeit mit anderen zu kommunizieren. Menschen hängen irgendwo in der Weltgeschichte fest, oder schlimmer noch, auf dem Mond, wo man alle schädlichen Fabriken und allgemein, was man nicht auf der Erde haben will, hinverfrachtet hat (oh und nach Kanada, und ich dachte immer nur die Amis hätten was gegen Kanada) Das Buch beginnt jedoch etwas früher. Man erhält einen Einblick in den Alltag der drei Hauptprotaginisten und erfährt, wie sie zueinander stehen. Wir hätten da Celie, die Tochter der Torerfinderin, die selbst aber in einer Anti-Tore Gemeinschaft lebt, Bernie, den Technikfreak, der unbedingt Tortechniker werden will und für den zwischenmenschliche Beziehungen unverständlich sind und Alex, ein Charmebolzen, der jedoch in Celie verliebt ist und Medizin studiert, obwohl er lieber etwas anderes machen würde. Die Perspektiven der drei wechseln sich immer wieder ab und zwischendurch werden bei Celies Kapiteln noch Auszüge aus dem Tagebuch ihrer Mutter präsentiert. Die Charaktere der drei Freunde sind sehr unterschiedlich, genauso die Situation, in denen sie nach dem Ausfall festhängen. Mir war vor allem Bernie sehr symphatisch, der im Laufe der Handlung wohl die größte Entwicklung durchmacht. Ich fand es auch gut, dass er und die anderen nicht gleich auf Kampf/Überlebensmodus schalten, und auch noch als alles den Bach runtergegangen ist, Bedenken und Zweifel haben um Nahrung oder Wasser zu kämpfen. In manchen Büchern verfallen die Protagonisten, die ja eigentlich so normal von nebenan wie nur möglich beschrieben werden, gleich nach den ersten drei Seiten in eine Art Terminatormodus. Was mir nicht so gut gefallen hat, war die allgemeine Reaktion der Bevölkerung unmittelbar nach dem Ausfall. Bereits eine halbe Stunde später ist die totale Panik ausgebrochen, es wird geplündert und gehamstert. Das ist als wenn wir, sobald der Strom eine Stunde weg ist, in den nächstbesten Supermarkt rennen und ihn ausräumen. Das fand ich doch übertrieben. Klar, die sind noch abhängiger von den Toren als wir vom Strom, aber woher sollen sie denn ohne Kommunikation wissen, dass es ein weltweiter Ausfall ist? Man würde in so einer Situation doch eher davon ausgehen, dass es regional ist, bez. schnell wieder behoben wird und nicht gleich schreiend durch die Gegend rennen und sich dabei gegenseitig übern' Haufen trampeln. Auch ein paar andere Kleinigkeiten, fand ich etwas unklar oder nicht nachvollziehbar. z.B Alex der kurzerhand, fest entschlossen und optimistisch aus Berlin losradelt um Celie zu finden ... in Irland! Ja klar ich latsch auch mal schnell nach Dublin, wenn ich Lust hab. So bis nach München würde ich das ja noch nachvollziehen können, in Anbetracht der Situation, aber Irland. Das ist eine Insel! Da ist Wassser dazwischen! Wenn man davon absieht ist das Buch aber gut ausgearbeitet, gerade was die spätere soziale Situation angeht. Man merkt die Autorin hat sich wirklich intensiv mit der ganzen Thematik Blackout beschäftigt, was sie in ihrem Nachwort auch nochmal genauer erläutert. Der Sprachstil ist soweit ganz gut, flüssig und angenehm zu Lesen. eine Besonderheit sind die Begriffe aus dem Sprachgebrauch dieser neuen Zeit, für die es auch ein Glossar gibt (was ich aber erst entdeckt hatte, als ich durch war), was ganz gut ist denn gerade am Anfang wird man von so einigen neuen Begriffen bombadiert. Fazit Das Buch hat eins, zwei kleinere Schwächen, bietet aber dennoch ein interessantes Setting und zeigt deutlich wie alles den Bach runter geht, wenn eine Sache von der so viel abhängt, einfach ausfällt. Auch wenn wir heute noch nicht beamen können, fühlte es sich doch überraschend realistisch an.
Kurzbeschreibung: Unsere Urgroßeltern wissen noch genau, was sie am 22. November 1963 taten, als sie die Nachricht vom Tod John F. Kennedys hörten. Unsere Großeltern sind die Bilder der brennenden Türme des World Trade Center vom 11. September 2001 unauslöschlich ins Gedächtnis gebrannt. Und wir können nicht vergessen, was geschah, als am 14. Juli 2036 das Tornetz ausfiel und unsere Welt auseinanderbrach wie ein gigantischer Eisberg. Aber anders als bei allen Katastrophen zuvor wusste diesmal niemand, wie groß der Schaden wirklich war. Denn es gab keine außenstehenden Betrachter. Jeder einzelne Mensch auf der Welt war betroffen. Zur Autorin: Gabi Neumayer, geboren 1962, lebt in Bergheim bei Köln und ist Autorin, Lektorin und Chefredakteurin des Autorennewsletters The Tempest. Sie hat bereits viele Kinderbücher veröffentlicht, unter anderem Science-Fiction-Geschichten, englische Lernkrimis, Bilderbücher und Sachbücher. Als die Welt zum Stillstand kam ist ihr erster Jugendroman. Rezension: Die Welt im Jahr 2036: Die Freunde Celie, Bernie und Alex genießen den Luxus, sich an alle erdenklichen Orte auf der Welt zu beamen. Dank des Tornetzes, einer Erfindung von Celies Eltern Jenna und Felix im Jahr 2021, kann jedermann einmal kurz am anderen Ende der Welt seine Mittagspause genießen, einkaufen oder Essen gehen. Doch plötzlich fällt das gesamte Tornetz aus und somit auch die Strom- und Wasserzufuhr und Internetverbindungen, die ebenfalls über die Tore gespeist wurden. Auf einmal steht die Welt Kopf und die drei Freunde sind mittendrin, doch jeder an einem anderen Punkt der Erde. Werden sie herausfinden können, was es mit dem Ausfall der Tore und auch dem mysteriösen Tod von Celies Mutter auf sich hat? Und wie wird es auf der Welt weitergehen? Gabi Neumayer hat sich mit Als die Welt zum Stillstand kam an eine Dystopie gewagt, die sich in keinster Weise vor anderen Büchern dieses Genres verstecken muss. Ganz im Gegenteil! Ich empfand den Roman beim Lesen als weitaus vielschichtiger und tiefergehend als so manch anderes Buch dieser Rubrik, von denen ich nun schon einige gelesen habe. Die drei Hauptcharaktere Celie, Bernie und Alex sind sehr unterschiedlich. Ihre jeweiligen Perspektiven werden von Gabi Neumayer detailliert erzählt, so dass beim Lesen keinerlei Langeweile aufkommt. Auch kommt die verstorbene Mutter Celies, Jenna, anhand ihrer Tagebucheintragungen öfter zu Wort und somit erhält der Leser Einblick in die Entstehung des Tornetzes. Celie war mir anfangs etwas unsympathisch durch ihre reservierte Art, doch legte sich das schnell, da sie dafür einen guten Grund hatte. Da sie in einer Mobilen-Kommune Unterschlupf gefunden hat, die sich von Beginn an gegen das Tornetz aussprach, möchte sie hier unerkannt bleiben, lebt unter falschem Namen und will nicht zuviel Nähe zu fremden Personen aufbauen. Bernie und Alex sind zwei Jugendliche, die Sympathie erwecken. Alex ist immer hilfsbereit, nicht nur in seinem Beruf als Pfleger in einer Klinik. Bernie ist der Technikfreak, der sich für alles Elektronische zu begeistern weiß und hierfür einiges an Talent aufzubieten hat. Sehr spannend empfand ich die abwechselnde Schilderung aus allen drei Perspektiven, hin und wieder unterbrochen von Jennas Tagebucheinträgen und anderen Geschehnissen auf der Welt. Dass es nach dem Ausfall der Tornetze zu Gewalt unter den Menschen kommt ist klar, es kommen hier einige Szenen im Buch vor, die recht happig sind, aber nie zu detailliert beschrieben wurden, so dass die jugendliche Zielgruppe damit gut zurechtkommt. Gabi Neumayer versteht es in ihrem Roman sehr gut, diese Zukunftswelt zu schildern und authentisch wirken zu lassen. Ich konnte mir beim Lesen wirklich lebhaft vorstellen, wie es in dieser beschriebenen Zukunft zugehen muss und hoffe nicht, dass so etwas jemals eintreten wird. Denn so schön, wie sich die Erfindung des Tornetzes anhört, umso abhängiger wird der Mensch doch von Maschinen. Und dieser Umstand, der bereits heute schon leichte Anzeichen anhand mancher Abhängigkeit zum Internet oder Handy bereits bei einigen Menschen gang und gäbe ist, macht diese Zukunftsvision noch einen Tick glaubhafter, was mich doch schon etwas schaudern lässt. Ich kann Als die Welt zum Stillstand kam nur wärmstens empfehlen an alle interessierten Leser von Dystopien und (erschreckenden) Zukunftsvisionen. Ein Buch, das man durchaus gelesen haben sollte, da es nicht nur durch Gewalt sondern eher durch leise und aufrüttelnde Töne zu überzeugen weiß. Ein anhängendes Glossar mit Schlagworten aus dem Roman und ein sehr interessantes Nachwort beweist, wie viel Gabi Neumayer an diesem Thema liegt. Fazit: Als die Welt zum Stillstand kam bietet ein überzeugendes und erschreckendes Zukunftsszenario, das hoffentlich so nie eintreffen wird. Man merkt, dass Gabi Neumayer sehr viel Herzblut in ihren Roman hineingelegt und jede Menge fundierte Recherchen betrieben hat. Absolute Leseempfehlung!











