Ach, Virginia

Ach, Virginia

Hardcover
3.515
EmanzipationBiografieAnspruchsvolle LiteraturEin Zimmer Für Sich Allein

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Beschreibung

Die letzten Tage der Virginia Woolf – ein eindringliches literarisches Porträt einer Frau, die um ihre Eigenständigkeit ringt.

Michael Kumpfmüller hat einen sprachmächtigen, kühnen Roman über die letzten zehn Tage im Leben von Virginia Woolf geschrieben. Im März 1941 gerät die berühmte Schriftstellerin, die wie kaum eine andere Frau ihrer Zeit für das Ringen um Raum für sich und eine unverkennbare Stimme steht, in ihre letzte große Krise: Sie hat soeben ein neues Buch beendet, während über das kleine Cottage im Süden Englands, das sie mit ihrem Mann Leonard bewohnt, deutsche Bomber fliegen. Virginia Woolf führt das Leben einer Gefangenen, die nicht weiß, wie und wohin sie ausbrechen soll – und am Ende entscheidet sie sich für den Fluss.

In Ach, Virginia beschwört Kumpfmüller diese letzten Tage eindrücklich herauf. Er zeichnet das Bild einer Person, die in Auflösung begriffen scheint und sich auf die Reise in den Innenraum macht, der eine Welt voller Schrecken und eben auch Wunder ist. Dieser biografische Roman ist ein leidenschaftliches Plädoyer für das Leben, ein Versuch der Annäherung, an dessen Ende die Erkenntnis steht, dass man nicht alles billigen muss, was man nachvollziehen kann.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
N/A
Format
Hardcover
Seitenzahl
240
Preis
22.70 €

Autorenbeschreibung

Michael Kumpfmüller, geboren 1961 in München, lebt als freier Autor in Berlin. Im Jahr 2000 erschien mit dem gefeierten Roman »Hampels Fluchten« seine erste literarische Veröffentlichung, 2003 sein zweiter Roman »Durst« und 2008 »Nachricht an alle«, für den er vor dem Erscheinen mit dem Döblin-Preis ausgezeichnet wurde. »Die Herrlichkeit des Lebens« wurde 2011 zum Bestseller und von der literarischen Kritik hochgelobt. Mittlerweile ist der Roman in 27 Sprachen übersetzt und 2024 unter der Regie von Georg Maas und Judith Kaufmann verfilmt worden. Zuletzt erschienen bei Kiepenheuer & Witsch die Romane »Tage mit Ora« (2018), »Ach, Virginia« (2020) und »Mischa und der Meister« (2022).

Beiträge

4
Alle
4

Eine ergreifende und zum Nachdenken anregende Geschichte. Eine ganz klare Leseempfehlung!

Ich danke NetGalley und dem Verlag für die kostenlose Bereitstellung des Rezensionsexemplars. Zum Buch: Was vom Leben übrig blieb – ein großer Roman über Virginia Woolf. Wie kaum eine Frau ihrer Zeit steht Virginia Woolf für das Ringen um Eigenständigkeit, um Raum für sich, um eine unverkennbare Stimme. Ihr Leben war überreich an allem – auch an Düsternissen. Michael Kumpfmüller hat einen sprachmächtigen, kühnen Roman über die letzten zehn Tage ihres Lebens geschrieben. Im März 1941 gerät die berühmte Schriftstellerin in ihre letzte große Krise: Sie hat soeben ein neues Buch beendet, über das kleine Cottage im Süden Englands, das sie mit ihrem Mann Leonard bewohnt, fliegen deutsche Bomber. Sie führt das Leben einer Gefangenen, die nicht weiß, wie und wohin sie ausbrechen soll – und am Ende entscheidet sie sich für den Fluss. Diese letzten Tage Virginia Woolfs beschwört Michael Kumpfmüller in seinem neuen Roman eindrücklich herauf. Er zeichnet das Bild einer Person, die in Auflösung begriffen scheint und sich auf die Reise in den Innenraum macht, der eine Welt voller Schrecken und eben auch Wunder ist. »Ach, Virginia« ist ein literarisches Porträt auf kleinstem Raum, aber es ist noch mehr – ein leidenschaftliches Plädoyer für das Leben, ein Versuch der Annäherung, an dessen Ende die Erkenntnis steht, dass man nicht alles billigen muss, was man nachvollziehen kann. Meine Meinung: Zu Beginn hatte ich Schwierigkeiten, mich auf den Schreibstil einzulassen. Er ist schon sehr gewöhnungsbedürftig. Doch nach gut einem Viertel des Buches hatte ich mich daran gewöhnt und von da an flogen die Seiten so dahin. Auf eine sehr eindrucksvolle & ergreifende Weise schildert der Autor die letzten Tage von Virginia Woolf, in der sie immer mehr in Depressionen verfällt. Werder Schlaf noch Freude bzw. Interesse an irgendwas empfindet sie. Sie fürchtet, die psychotischen Episoden der Vergangenheit würden sich wiederholen, in denen sie Stimmen hört und unfähig ist zu arbeiten und zu lesen. Sie sieht nur durch einen Suizid diesem zu Entkommen und begibt sich am 28.03. 1941 auf den Weg zum Fluss hinter dem Haus. Wochen später wird ihre Leiche geborgen. Fazit: Eine ergreifende und zum Nachdenken anregende Geschichte. Eine ganz klare Leseempfehlung mit

3.5

Tolles Ende und auch sehr interessant

Meiner Meinung nach war das Buch sehr schön und hat auch ein Ende gezeigt welches ich nicht erwartet hätte. Jedoch war dieses Buch schwer zu lesen da ich manche Zusammenhänge nicht verstanden habe und sie so mehrmals lesen musste.

4

Wer kennt sie nicht, Virginia Woolf? Eine Schriftstellerin und Verlegerin, die für so manche Texte in der Frauenbewegung der Siebziger Jahre verantwortlich war. Aber wer war diese Virginia Woolf eigentlich wirklich. In London am 25. Januar 1882 in eine wohlhabende Intellektuellen-Familie hinein geboren, nahm sie sich am 28. März 1941 das Leben. Sie schrieb unzählige Romane. Viele erzählten unterschwellig aus ihrem Leben. In dem Buch Ach Virginia, beschreibt der Autor Michael Kumpfmüller die letzten zehn Tage im Leben von Virginia. Eine Frau, die in tiefen Depressionen steckt und mit ihrem Leben abgeschlossen hat. Dabei ist sie noch verhältnismäßig jung. Hat ein gutes Leben auf dem Land, in einem wunderschönen Cottage mit ihrem Ehemann Leonard. Leonard liebt sie, obwohl die Ehe eher schwierig scheint. Er versucht alles, um seiner Frau Lebenswillen und -freude zu vermitteln. Aber alles lastet wie schwere Steine auf der Seele von Virginia. Sie lebt zwar mit Leonard, aber Liebe war es wohl nie, die sie an ihn gebunden hat. So zumindest vermittelt es das Buch. Virginia schien sich mehr zu Frauen hingezogen zu fühlen. 10 Tage. Das Ende einer großen Schriftstellerin. Michael Kumpfmüller berichtet mit einer schönen Wortwahl über Virginia. Das Gedankenkarussell der Frau und ihre Empfindungen, ziehen den Leser in seinen Bann und stoßen zugleich ab. Mich haben die Gedanken der Schriftstellerin fast ebenso in eine Depression gezogen, welche die Hauptakteurin durchlebte. Schwierig, wenn man selber für solche Düsternis anfällig ist. Manchmal musste ich das Buch beiseite legen, um wieder zu Atem zu kommen. Virginias Leben war nicht einfach und vieles in dem Roman deutet darauf hin, dass die Schriftstellerin schlechte Erfahrungen mit Männern gemacht hat. Leonard, ihr Mann ist so aufmerksam, kümmert sich und versucht seine Frau zu retten. Doch Virginia will sich nicht retten lassen. Ihr ganzes Streben besteht darin, sich das Leben zu nehmen. Schlaflos und überreizt wirkt Virginia auf den Leser. Psychisch überlastet zieht es die Frau in Richtung Tod. Immer wieder versucht sich die Autorin in ihren Erinnerungen und Tagebüchern wieder zu finden. Fühlt sich von den Besuchen ihrer Schwester Vanessa belästigt und doch versöhnt. Sie unterhält sich mit Gespenstern und sucht die Nähe, sowie die Entfernung zu ihrem Mann. Gaukelt ihm Normalität vor. Kupfermüller beschreibt ein Leben, das verwirrt, mit Gespenstern behaftet und von (Alb-) Träumen zersetzt ist. Am Ende stand ich selber verwirrt da und habe mir die Geschichte Virginia Woolf‘s im Internet heraus gesucht. Ob ich den Roman wirklich gut fand, das kann ich nicht sagen. Für den, der es erträgt, ist der Roman bestimmt gelungen.

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